Kultur galt lange als Raum der Freiheit. Doch im Wahljahr 2026 wird sie zum politischen Kampffeld. Wer entscheidet künftig, was gefördert, erinnert und erzählt wird? Die AfD fordert eine "patriotische Kulturpolitik". Der Film begleitet Künstlerinnen und Künstler, Kulturinstitutionen sowie Politikerinnen und Politiker in Ostdeutschland und zeigt, wie Kultur zum politischen Machtinstrument wird. Auf Dorfplätzen, in Jugendkulturen, in Theatern und Museen wird sichtbar, wie heftig inzwischen um kulturelle Deutungshoheit gerungen wird. Während die AfD Kultur gezielt als politischen Hebel nutzt, erleben viele Kulturschaffende wachsenden Druck und fragen sich, wie frei Kunst und Kultur künftig noch sein können. Die Dokumentation begleitet Menschen, die diesen Wandel unmittelbar erleben, und fragt, was auf dem Spiel steht, wenn Kultur zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen wird. Es geht um Identität, Erinnerung und die Frage, welche Geschichten eine Gesellschaft künftig über sich selbst erzählt.
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Das Bauhaus in Dessau wurde schon einmal geschlossen, und zwar von der NSDAP. Dr. Barbara Steiner ist jedoch vorsichtig, wenn es um Vergleiche mit vergangenen Zeiten geht.
Auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Bernburg ist Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, die größte Attraktion: Viele Unterstützer sind gekommen, um mit ihm zu sprechen und Fotos zu machen.
Dorotty Szalma leitet das Theater der Altmark in Stendal. Die Vorhaben der AfD bereiten ihr Sorgen – auch, weil sie ein ähnliches Vorgehen aus ihrer Heimat Ungarn kennt.
Die AfD fordert mehr deutsche Stücke an den Theatern in Sachsen-Anhalt. Dorotty Szalma, Intendantin am Theater der Altmark in Stendal, hält dagegen. Sie möchte sich nicht einschränken lassen.
Die Lesung von Arne Semsrott (r.) in Magdeburg sollte abgesagt werden. Katrin Gellrich (l.), die Leiterin des Moritzhof in Magdeburg, wollte das nicht auf sich beruhen lassen.
Hans Thomas Tillschneider (AfD) sieht in dem kulturpolitischen Programm der AfD keinen Angriff auf die Kulturinstitutionen, sondern eine Befreiung. Das kommt bei den Betroffenen jedoch nicht so an. 67 Kultureinrichtungen haben sich in einem offenen Brief gegen die AfD in Sachsen-Anhalt gestellt.