Das ratternde Geräusch des Zuges verstummt, als er in Strpci zwischen Belgrad und Bar stoppt. Eine bewaffnete Paramilitär-Einheit steigt ein und kontrolliert die Dokumente der Zuggäste. Gefragt wird nach dem Familiennamen und nach dem Familienheiligen. Doch ein jüngerer Mann im Sechser-Abteil hat seine Dokumente nicht dabei. Als ihm befohlen wird, mit nach draussen zu kommen, steht ein Mann auf. Dazu der Regisseur Nebojša Slijepcevic: «Der Film basiert auf einem grausamen Verbrechen an der Menschlichkeit, das vor dreissig Jahren in Bosnien begangen wurde. Bei jedem Verbrechen gibt es drei Seiten: die Täter, die Opfer und die Zeugen. Ich war besonders interessiert an den Zeugen. Wir sind an den Kurzfilm herangegangen, als ob sich die Geschichte heute ereignen und uns betreffen würde - als ob wir im Zug sitzen würden. Wir wären mit der Frage konfrontiert, ob wir uns der Gewalt entgegenstellen würden, auch wenn wir nicht das unmittelbare Ziel sind.»
(SRF)
«Der Mann, der nicht schweigen konnte» wurde dieses Jahr in Cannes als «Bester Kurzfilm» ausgezeichnet und erhielt an den Internationalen Kurzfilmtagen den Publikumspreis. Nun gewann er den Europäischen Filmpreis, der am 7. Dezember in Luzern verliehen wurde.
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Daten
Weiterer Titel: Der Mann, der nicht schweigen wollte
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