Die Rosenkranzkapelle in Vence gilt als das künstlerische Vermächtnis Henri Matisses. Der Maler, bereits Mitte 70, plante und gestaltete sie als sein letztes großes Werk – eine Hommage an Farbe und Licht. Doch das Projekt, das heute als Höhepunkt seines Schaffens gefeiert wird, war umstritten: Kirche und Avantgarde kritisierten die neuartige Gebetsstätte der Dominikanerinnen scharf. Hinter der Kapelle steht jedoch mehr als künstlerischer Ehrgeiz. Ihre Entstehung verdankt sie einer besonderen Freundschaft: der zu Monique Bourgeois, die später als Schwester Jacques-Marie in den Orden eintrat. Zuvor war sie Matisse als Pflegerin, Modell und Vertraute zur Seite gestanden – besonders in den Jahren seiner schweren Krankheit. Als er die Kapelle entwarf, begleitete sie ihn durch den schwierigen Schaffensprozess. In ihren späten Tagebuchaufzeichnungen schildert sie die Herausforderungen: Doch welche Rolle spielte sie wirklich? Wie viel Einfluss gestand Matisse ihr zu – und was verriet ihr Blick auf sein Schaffen, seinen Glauben und seine Stellung in der modernen Kunst? Die Kapelle bleibt nicht nur ein Gesamtkunstwerk, sondern auch ein Zeugnis einer ungewöhnlichen Beziehung. Monique Bourgeois' Aufzeichnungen zeigen eine sehr persönliche Seite des herausragenden Künstlers der Klassischen Moderne.
(arte.tv)
Daten
Länge: ca. 52 min.
| Deutsche Stream-Premiere | Di, 24.03.2026 (arte.tv) |
| Deutsche TV-Premiere | So, 05.04.2026 (arte) |
| Originalsprache: | Französisch |
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Cast & Crew
- Regie: Joséphine Duteuil
















