In dieser Parodie ist Karl von Holteis pseudorealistisches "Trauerspiel in Berlin" in allen seinen Handlungselementen - es geht umeinen Kindesraub der im letzten Moment vereitelt werden kann wiederholt, nur eben auf Nestroysche Art. Es ist eine Posse, in der es blitzt und blinkt, und in der nicht etwa nur das Pseudodichtertum des Herrn Holtei, sondern der Mensch selbst in seiner anmaßenden Unzulänglichkeit, armseligen Selbstherrlichkeit und Wichtigtuerei verspottet und verlacht wird. Nur einen einzigen hat Nestroy verschont, obwohl Holteis Stück hier am meisten zur Parodie auffordert: das unverbildete junge Mädchen Sopherl. Ihr Vorbild, die Dörthe in Holteis Stück, ist von atemberaubender Naschmarktgeschwätzigkeit. Die Sopherl dagegen ist der Mensch reinen Herzens, der einzige in dem Durcheinander, der Trost zu geben vermag.
(ORF)
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Weiterer Titel: Eine verhängsnisvolle Faschingsnacht
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