Nach zehnjähriger Abwesenheit kehrt Sweet William ins ländliche Nova Scotia zurück, um an der Hochzeit seiner spitzzüngigen Schwester mit seinem Jugendfreund Fletcher teilzunehmen. Die Stimmung ist gespannt, trifft der 25-Jährige doch wieder auf seine Eltern, die ihn einst als Kind überaus schlecht behandelt hatten. Im weiteren Verlauf des Tages erinnert sich William an seine schwere Jugendzeit zurück und an die unglückliche, schwule (Liebes-)Geschichte, die dazu führte, dass er versuchte, sich am Apfelbaum zu erhängen... Formal dank genauer Beobachtung und scheinbarem Realismus eher dem Dokumentar- als dem Spielfilm verwandt, zeichnet der kanadische (Nachwuchs-)Regisseur Thom Fitzgerald hier das Porträt einer vollkommen zerstörten Familie. Düster, aber originell, gut gespielt und äußerst hart, stört bei diesem Erstling lediglich der etwas surreale Zug, der von der souverän erzählten, durch Rückblicke unterbrochenen Geschichte immer wieder ablenkt. Originell auch der mit keltischen Musikelementen versetzte Soundtrack, der nicht unerheblich zum Reiz dieses schrägen Werks beiträgt, das eher beim Arthaus-Publikum gut aufgehoben ist.
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