Österreichs barocke Gärten - bis heute das Sinnbild der einstigen Macht und Größe ihrer Besitzer. Der alternde Prinz Eugen interessierte sich viel mehr für seine neuesten Pflanzen als für die Schlachten, die er noch zu gewinnen hatte. An allen wichtigen Häfen, etwa Genua oder Venedig, hatte er seine Agenten platziert, die exotische Pflanzen beim Abladen für ihn zur Seite schafften. In Schloss Hof fand die Gartenliebe des Prinzen ihre ultimative Ausformung, wenngleich das Vorhaben zu groß für ein Menschenleben war - Prinz Eugen erlebte die Vollendung nicht mehr. Judith Doppler und Kurt Mayer haben sich für diesen neuproduzierten Erbe Österreich Zweiteiler auf die Spuren der Geschichten hinter Österreichs Gartenerbe gemacht. In beeindruckenden Beautyshots, tollen Reenactments und klugen Interviews lassen sie eine Epoche wiederauferstehen, in der einige der beeindruckendsten Bauten und Anlagen Österreichs entstanden sind.
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Österreichs historische Gartenpracht Schloss Hof Schloss Hof, die aufwändigste und prächtigste Gartenanlage der österreichischen Erblande, wird schnell zum Treffpunkt der adeligen Hautevollee – sofern man eingeladen ist. Copyright: SRF/Kurt Mayer Film
Österreichs historische Gartenpracht Schlossgarten Herberstein Dank grosser Geldsummen gelingt diese Herkulesaufgabe. Auf Schloss Herberstein erhält man bis heute mit grossem Aufwand den symmetrischen Garten auf dem Felsen Copyright: SRF/Kurt Mayer Film
Schloss Mirabell mit seinen Gartenanlagen ist ein Renaissance-Juwel mit Heckentheater und Labyrinth, eingebettet in atemberaubender Stadtkulisse und Alpinlandschaft.
Dank großer Geldsummen gelingt diese Herkulesaufgabe. Auf Schloss Herberstein erhält man bis heute mit großem Aufwand den symmetrischen Garten auf dem Felsen.
Der Schlosspark Ambras in Innsbruck folgt einerseits barocker Stilistik und bleibt andererseits ein Nutzgarten – ab 1859 sogar mit Schwimmteich, einer damals großen Rarität.
Sisis Domizil bei ihrem letzten Aufenthalt im Meran ist Schloss Trauttmansdorff. Prachtvolle Gärten erfreuen sich auch heute noch ungebrochener Beliebtheit.
Neuwaldegg war im Besitz von Graf Moritz Lacy. Er war unter Maria Theresia erfolgreicher General und hat ab 1765 einen riesigen Landschaftsgarten – fast ein begehbares Gemälde - anlegen lassen.
Auch in Grafenegg erhält man das historische Gartenerbe – die Schlossherren entschieden sich allerdings für die Revitalisierung des Landschaftsgartens mit Arboretum anstelle des älteren Barockgartens.
Johann Maximilian I. von Herberstein möchte die Natur der Feistritzklamm der barocken Symmetrie unterwerfen und auf felsigem Untergrund einen barocken Lustgarten anlegen.
Schloss Eggenberg, erbaut zu Zeiten der Gegenreformation, lässt Johann Ulrich von Eggenbergs Herrschaftsanspruch erkennen: Mitten in der Steiermark erbaut er ein spanisch anmutendes Kastell.
In Neustift bei Brixen wird hingegen mittelalterliches Wissen in barocker Aufmachung erhalten: der klösterliche Nutzgarten ist barocker Symmetrie unterworfen und wird von einem 280 Jahre alten Mammutbaum bewacht.
Schloss Mirabell mit seinen Gartenanlagen ist ein Renaissance-Juwel mit Heckentheater und Labyrinth, eingebettet in atemberaubender Stadtkulisse und Alpinlandschaft.
Im Garten des Damenstifts zu Hall, der sich in Privatbesitz befindet, hat ein original ausgestatteter Gartensalon die Zeiten überlebt. Seine Pflege und die des umgebenden Gartens ist eine Aufgabe für Generationen.
Schloss Mirabell mit seinen Gartenanlagen ist ein Renaissance-Juwel mit Heckentheater und Labyrinth, eingebettet in atemberaubender Stadtkulisse und Alpinlandschaft.
Schloss Hof, die aufwändigste und prächtigste Gartenanlage der österreichischen Erblande, wird schnell zum Treffpunkt der adeligen Hautevollee – sofern man eingeladen ist.
Nachstellung: Fürst-Erzbischof Markus Sittikus erfüllte sich einen besonders extravaganten Gartentraum, der ihn an seine Jugend in Italien erinnern sollte. Sein Schloss Hellbrunn mit den Wasserspielen in der Gartenanlage ist heute weltweit einzigartig.