Der 25. April 1974: Kurz nach Mitternacht ist in Portugal plötzlich das streng verbotene Lied "Grândola, Vila Morena" auf einem katholischen Radiosender zu hören. Für die Soldaten der "Bewegung der Streitkräfte" (MFA) ist es das Signal zum Aufbruch - der Moment für den lang geplanten Putsch ist gekommen. Und für die Menschen, die 48 Jahre unter dem autoritären Regime gelebt und gelitten hatten, ist klar: Die Diktatur ist vorbei. Als das putschende Militär am frühen Morgen mit Panzern durch Lissabon fährt, um Ministerien, Radio- und Fernsehsender sowie den Flughafen zu besetzen, säumen bereits Tausende jubelnde Menschen die Straßen. Sie tanzen, singen und stecken Nelken in die Gewehre der Soldaten. Doch während viele Portugiesen noch das friedliche Ende der am längsten andauernden Diktatur Westeuropas feiern, beginnen diverse Parteien, Gewerkschaften, politische Kräfte und Revolutionstouristen aus ganz Europa um Einfluss im Land zu buhlen - von Paris über Bonn bis nach Ost-Berlin und Moskau. Es ist die Geschichte von verdeckten politischen Einsatztruppen, illegalen Waffenlieferungen, einer symbolträchtigen Agrarrevolution und der Verlagerung des innerdeutschen Konflikts ins Ausland. Erst mit den ersten freien Parlamentswahlen im April 1976 wird klar: Die vom Westen unterstützten gemäßigten Kräfte haben gesiegt - und die Integration in die Europäische Gemeinschaft möglich. Mit Zeitzeugen, Historikern und seltenen Archiv-Aufnahmen rollt der Film diese entscheidende Phase in der Entstehung des modernen Portugals noch einmal neu auf.
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