5 tlg. Puppenspiel aus der Augsburger Puppenkiste von Manfred Jenning nach dem Buch von Michael Ende.
Jim Knopf ist ein schwarzer Junge mit krausen Locken und einem großen roten Wollpullover, der in einem falsch zugestellten Paket auf der kleinen Insel Lummerland angekommen war. Seinen Namen verdankt er einem Loch in der Hose, das mit einem Knopf verschlossen werden kann. Er lebt bei Frau Waas, die einen Kaufladen betreibt. Sein bester Freund ist Lukas, der Lokomotivführer, der mit seiner Lok Emma auf der Insel im Kreis fährt. Außerdem ist da noch Herr Ärmel, der nichts lieber tut als fotografieren. Und natürlich König Alfons der Viertelvorzwölfte, der den ganzen Tag telefoniert und irgendwann, als Jim Knopf größer geworden ist, beschließt, dass die Insel überbevölkert ist und Emma verschwinden muss. Emma heult, und Lukas beschließt, gemeinsam mit ihr Lummerland zu verlassen. Jim kann Lukas überreden, ihn mitzunehmen. Sie reisen durch die Welt und erfahren in China, dass Li Si, die Tochter des Kaisers, geraubt wurde. Um sie zu befreien, fahren sie durchs Tal der Dämmerung und durch die Wüste, aus der sie Tur-Tur, der Scheinriese, rettet. Im Land der kleinen Vulkane treffen sie auf den traurigen Halbdrachen Nepomuk, der ihnen den Weg zur gefährlichen Drachenstadt verrät, wo die böse Lehrerin Frau Malzahn Li Si und andere Kinder mit Rechenaufgaben quält. Sie befreien alle und müssen am Ende noch die Seeräuberbande "Die wilde 13" besiegen.
Die Serie über die "Insel mit zwei Bergen, und im tiefen weiten Meer, mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr" war nicht nur für Kinder bezaubernd, sondern hatte viele kleine Details, die auch Erwachsenen gefielen: So berichteten Fernsehsender aus aller Welt, dass Jim Knopf und Lukas vermisst waren, u. a. auch der hr, der "Häsische Rundfunk". In der Telefonzelle von Alfons dem Viertelvorzwölften hing ein Schild mit der Aufschrift: "Fasse dich lang." Und im bekannten Titellied heißt es in der dritten Strophe: "Eine Insel mit zwei Bergen und dem Fotoatelier, in dem Letzt'ren macht man Bilder, auf den Erst'ren Dullijö." Unvergesslich war für alle, die es gesehen haben, auch das anscheinend von einem Fön bewegte Meer aus Plastikfolie.
Die fünf Teile wurden in Schwarz-Weiß gedreht. Erst in den 70er-Jahren entstand die farbige und auf vier Teile gekürzte Version, deren Ausstrahlung im Februar 1977 begann und die bis heute wiederholt wird. Die Serie wurde mit Jim Knopf und die Wilde 13 fortgesetzt. 2000 entstand eine Zeichentrickversion unter dem Namen Jim Knopf. Die Serie ist auf DVD erhältlich.