1981-1994. Kunstreihe, die in jeder Sendung ein Gemälde ausführlich vorstellte.
Ein unsichtbarer Sprecher erläuterte, während die Kamera über die Leinwand fuhr, die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Kunstwerks und stellte seinen Schöpfer vor.
Die Reihe entstand nach einer Idee des britischen Kunstkritikers Edwin Mullins und des deutschen Regisseurs und Produzenten Rainer E. Moritz zunächst in deutsch-britischer Koproduktion. In der BBC-Version "Hundred Great Paintings" war allerdings der Bildinterpret auch selbst zu sehen. Die Sendung hatten den Anspruch, auch Menschen zu erreichen, die sich eigentlich nicht besonders für Kunst interessieren. Weil das nicht immer und immer weniger ohne Quotenverlust ging, soll ARD-Programmdirektor Günter Struve die Sendung abfällig einen "Showstopper" genannt haben.
Der Vorspann bestand aus einem Zoom auf die große Treppe im Daru-Pavillon des Louvre, die zur Skulptur der "Nike von Samothrake" hinaufführt. Die markante Titelmusik wurde von Wolf Siebert geschrieben; Sprecher war der Schauspieler Rudolf Jürgen Bartsch. Die erste Sendung behandelte Bruegels "Rückkehr der Jäger".
Als die Zahl von 100 Gemälden überschritten wurde, erhielt die Reihe den neuen Titel 1000 Meisterwerke. Insgesamt brachte sie es aber nur auf rund 270. Reiner Moritz klagte, dass die Reihe, die in über 70 Ländern gezeigt wurde, von der ARD zunehmend stiefmütterlich behandelt worden sei.
Die zehnminütigen Sendungen liefen meistens sonntags gegen 23.00 Uhr, Anfang 1992 für einige Wochen am Montag nach den Tagesthemen und zuletzt nur noch im Vormittagsprogramm.