127 tlg. US-Soap von Daniel Lipman und Ron Cowen ("Sisters"; 1991-1996).
Nach dem Tod ihres Vaters treffen sich die vier höchst unterschiedlichen Schwestern der Familie Reed, um ihrer Mutter Beatrice (Elizabeth Hoffman) beizustehen. Alex (Swoosie Kurtz) ist die Älteste. Sie ist wohlhabend und mit dem Schönheitschirurgen Dr. Wade Halsey (David Dukes) verheiratet, der gern Frauenkleider trägt, was der Ehe auf Dauer nicht gut bekommt. Alex lässt sich scheiden, hat eine Affäre mit dem Klempner Victor Runkle (David Gianopoulos), wird Talkshowmoderatorin und heiratet Big Al Barker (Robert Klein), der erst ins Gefängnis muss und dann Bürgermeister wird.
Die jüngste Schwester ist Frankie (Julianne Phillips). Sie arbeitet erst als ehrgeizige Marketinganalystin, eröffnet dann ein Café und heiratet Mitch Margolis (Ed Marinaro), den Ex ihrer Schwester Teddy (Sela Ward) und Vater von deren Tochter Cat (Heather McAdam). Die Hochzeit von Frankie und Mitch stürmt Teddy mit einem Gewehr. Teddy ist Künstlerin, trinkt zu viel und sucht sich selbst. Sie wird Modedesignerin, lässt sich mit dem Millionär Simon Bolt (Mark Frankel) ein und trifft James Falconer (George Clooney), der als Polizist wegen der Vergewaltigung ihrer Tochter Cat ermittelte. Beide heiraten an Bord eines Flugzeugs, als sie glauben, dass es abstürzt. Falconer wird im folgenden Jahr von einem Drogendealer umgebracht.
Die vierte Tochter schließlich ist die patente Georgie (Patricia Kalember). Sie arbeitet als Grundstücksmaklerin und ist mit dem arbeitslosen John Whitsig (Garrett M. Brown) verheiratet, mit dem sie zwei Söhne hat, Trevor (Ryan Francis) und Evan (Dustin Berkovitz), der an Leukämie leidet. Weil Frankie keine Kinder bekommen kann, trägt Georgie für sie ein Baby aus. Die Wehen setzen ein, während sie nach einem Unfall im Auto gefangen ist und die Passanten zugucken, ohne ihr helfen zu können. Hinterher braucht sie eine Therapie und lässt sich vom Psychiater Dr. David Caspian (Daniel Gerroll) verführen. Mutter Beatrice findet eine neue Liebe, den pensionierten Richter Truman Ventnor (Philip Sterling), der einige Jahre später an Alzheimer erkrankt und stirbt, woraufhin Alex wegen Sterbehilfe angeklagt wird.
Ups, plötzlich gibt es noch eine fünfte Schwester: Charly Bennett (Jo Anderson, später: Sheila Kelley) entstand aus einer Affäre ihres Vaters mit seiner Krankenschwester, und die Verwicklungen nehmen kein Ende. Georgie macht aus der Familiengeschichte ihre Diplomarbeit und findet sogar einen Verlag, der sie veröffentlichen will, was ihre Schwestern zu verhindern suchen. Schließlich finden alle vier, nein, fünf noch einmal zusammen, als Mutter Bea stirbt.
Trotz des selbst für Hollywood-Verhältnisse bizarren Seifenopernplots beschäftigte sich die Serie auch angemessen mit ernsten Themen. Jede Folge begann damit, dass die Schwestern gemeinsam in der Sauna saßen und sich unterhielten. Eine weitere Eigenart der Serie waren die Rückblenden, in denen sich die Schwestern an ihre Kindheit in Winnetka, Illinois, erinnern und mit sich selbst als kleinen Mädchen sprachen.
Die insgesamt sechs Staffeln liefen täglich montags bis freitags.