20 tlg. dt. Schulserie von Brigitte Müller.
Wenn die Lehrerin Sabine Vogt (Bojana Golenac) mehr ferngesehen hätte, hätte sie gewusst, dass es keine gute Idee sein kann, mit Sack und Pack aus dem pfälzischen Deidesheim nach Berlin zu ihrem Freund umzuziehen und ihn ohne Vorwarnung einfach in seiner Wohnung zu überraschen, weil sie ihn dann bestimmt dabei erwischen würde, wie er mit einer anderen schläft. Konkret erwischt sie Ben Hombach (Max Urlacher) mit Maren Wolff (Mariella Ahrens), was gleich doppelt doof ist, weil die genau wie sie als Lehrerin im Novalis-Gymnasium arbeitet, er übrigens auch, sodass Sabine nun allein in einer fremden Stadt ist und jeden Tag bei der Arbeit ihren Ex-Freund und den Trennungsgrund trifft. Direktor Dr. Frank Leitmeyer (Stefan Gubser) kann sie nicht leiden, weil Sabine - wie alle hauptrollenspielenden Lehrer im Fernsehen - natürlich total unkonventionelle Lehrmethoden hat, die sie bei den Schülern beliebt machen. Paul (Ferenc Graefe), der Sohn des Direktors, ist in Sabines Klasse und in sie verknallt. Leitmayer selbst hat eine Affäre mit seiner Stellvertreterin Dr. Ruth Hecker (Astrid M. Fünderich). Die Schulsekretärin Lisa (Sandra Steffl) wird Sabines beste Freundin und sittet bei Bedarf deren Sau, denn Sabine lebt mit einem Schwein namens Lili zusammen, das ihr Freunde aus der Pfalz geschenkt haben.
Das ZDF wollte eine schnelle, witzige Serie mit einer modernen Frau in der Hauptrolle, die sich ein bisschen an den Mustern und Tricks von Ally McBeal orientierte. Fast wäre es gelungen, hätte der Sender nicht gedacht, dass die Serie noch erfolgreicher werden müsste, wenn man sich auch an Hallo, Robbie und Unser Charly orientieren und ein süßes Tier einbauen würde.
Zwei Staffeln mit 50-Minuten-Folgen liefen dienstags um 19.25 Uhr. Die zweite Staffel hatte ein Ausrufezeichen mehr im Titel und gut eine Million Zuschauer weniger vor den Bildschirmen.