1973. 7 tlg. DDR-Abenteuerserie von Gerhard Branstner und Ulrich Wiesner, Regie: Walter Beck.
Karl Stülpner (Manfred Krug) ist Ende des 18. Jh. ein Wildjäger im Erzgebirge. Mit Witz und Mut und dem böhmischen Zigeuner "der Schwarze" (Jan Pohan) an seiner Seite setzt er den feudalstaatlichen Obrigkeiten zu. Er teilt das erlegte Wild mit den Armen und wird so zu einem Volkshelden in der Art eines Robin Hood, um den sich Legenden ranken. Seine Lieblingsgegner sind der Gerichtsverwalter von Günther (Ralph Borgward) und der herrschaftliche Jäger Helfrich (Ralph Borgwardt). Die schöne Wirtstochter Christine (Renate Reinecke) ist seine große Liebe, die er mit Liedern bezirzt. Am Ende verlässt er die Gegend und geht ins böhmische Exil, weil er sich vom Grafen von Einsiedel nicht kaufen lassen will.
Manfred Krug durfte herumtollen, sich raufen und singen und so die Kinder, an die sich die Serie vor allem richtete, mit lässigem Charme unterhalten. Nebenbei wurde der Stülpner aber auch zum politischen Helden verklärt, der große Reden auf die Französische Revolution hält.
Die Folgen waren 45 Minuten lang und liefen sonntags nachmittags. 1975 zeigte auch die ARD die Serie.