1994-1995. "Computer Future Club".
Kinder sind die Zukunft. Deshalb dachten sich die älteren Herren in den verantwortlichen ZDF-Etagen eine Sendung aus, die junge Leute vor dem Bildschirm locken sollte, damit sich zu den Kukident-Werbespots vielleicht noch ein paar andere gesellten. Was mögen denn Jugendliche? Vielleicht irgendwas mit Computern! Heraus kam eine reine Spieleshow, an der Zuschauer per Telefon und Terminals in Geschäften teilnehmen konnten, und als das nicht funktionierte, ein Computermagazin mit Schwerpunkttagen zu verschiedenen Multimediathemen, aber weiterhin vielen Spielen. Funktionierte aber auch nicht. Glücklich waren nur die zahlreichen Sponsoren, die sich im ZDF so breit machen konnten wie sonst höchstens bei Wetten, dass ...?. Aber auch sie waren es angesichts der überschaubaren Zahl von Zuschauern, ganz zu schweigen jungen Zuschauern, nicht lange.
Die Show lief montags bis samstags am Nachmittag, jeweils samstags trafen die Sieger der Spiele aus den vergangenen Tagen im Finale aufeinander. Moderatoren waren vier junge Menschen und ein digitales Ding: der damals 21 jährige Niels Ruf, der angeblich als Pressesprecher von Nintendo seine Spiele beim ZDF hatte anpreisen wollen, gleich als Moderator engagiert wurde und sich mit Sätzen profilierte wie: "Was machen wir mit den veralteten Computern? Auf den Müll oder lieber den kleinen Bruder damit erschlagen?", Tanja Moldehn, Katharina Schwarz, Andreas von Lepel und der virtuelle Eddy HiScore.
X-Base wurde von der Firma Me, Myself & Eye produziert und brachte es auf 144 halbstündige Ausgaben.