Endemol-Miteigner John de Mol und Deutschlandchef Boris Brandt holen in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" zum Rundumschlag gegen den deutschen Fernsehmarkt aus: Die deutschen Sender denken zu renditeorientiert, erklärt Brandt: "Man kann die Zitrone nicht ewig quetschen."
Endemol-Miteigner John de Mol beklagt den fehlenden Willen und Mut der Fernsehanstalten, sich auf neue innovative Konzepte einzulassen, die eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen: "Um Marken aufzubauen, muss man investieren. Es muß einen Wandel dahin geben, wieder mutiger zu werden."
Brandt kritisiert zudem die mangelnde Fachkenntnis jener Investoren, die sich an TV-Produktionsgesellschaften beteiligen: "Ich kenne nicht mehr als drei Investoren auf der Welt - und das sind sicher nicht die ganz Großen wie die Banken -, die dieses Geschäft verstehen." Aufgrund der starken Ausrichtung der Branche auf die Kapitalmärkte kommt er zur Erkenntnis: "Ich glaube nicht, dass die Entwickler von Inhalten börsennotiert sein sollten."
Brandt sieht die TV-Sender in der Pflicht und kritisiert darüberhinaus die zu enge Anlehnung an amerikanische Konzepte, die regelmäßig mit Flops verbunden ist: "Großes Actionfernsehen kann bei den uns in Deutschland zur Verfügung stehenden Budgets nicht mit vergleichbarer Qualität produziert werden." 80% dieser Formate scheitern hierzulande laut Brandt an handwerklichen Mängeln.
Neben "Wer wird Millionär?", "Traumhochzeit" und "Nur die Liebe zählt" wurde Endemol als einer der größten unabhängigen TV-Produktionsgesellschaften vor allem durch "Big Brother" bekannt. Nachdem die gerade bei RTL II abgeschlossene achte Staffel respektable Quoten erzielt hat, wurde kürzlich der Starttermin der 9. Staffel (Dezember 2008) bestätigt.
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Endemol produziert billig Ware. Kritik aus der Ecke ist etwas merkwürdig.
tenschrieb am 15.07.2008, 17.46 Uhr: via tvforen.de
Da kann ich Endemol voll und ganz zustimmen. Bestes Beispiel ist doch gerade wieder "Einer gegen Hundert". Die Quoten sind nicht gerade berauschend, aber dieser Sendeplatz hatte auch vorher seine...
Trance-Masterschrieb am 15.07.2008, 17.24 Uhr: via tvforen.de
Aber Endemol versucht sich jetzt auch mit "wipeout" (pro7) Die amerikanische Version von Takeshis Castle. Da konnte man mit der Piratenshow auf RTL im letzten Sommer auch nicht mithalten.
buelarsschrieb am 15.07.2008, 14.45 Uhr: via tvforen.de
Endemol ist dafür verantwortlich das es in Deutschland nur noch billig Formate gibt, der hat die ganzen scheiss Dokus doch eingeführt!
NewYorkFanschrieb am 15.07.2008, 08.04 Uhr: via tvforen.de
Bin ja mal gespannt, wie ab dem 29.8. der RTL-Freitag abend aussieht. Kling ja schon irgendwie nach mehr Mut - das Format mit Sonja & Dirk.
pumaquiböschrieb am 14.07.2008, 20.02 Uhr: via tvforen.de
Ich vermisse schon seit einiger Zeit die großen Samstag-Abend Shows die es bis zum Ende der 90er Jahre noch gab. Da wurde wenigstens noch ordentlich investiert, damit man den Zuschauern auch was...
TV - Produzentschrieb am 14.07.2008, 18.48 Uhr: via tvforen.de
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