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Starker "Immer wieder sonntags"-Auftakt, "ZDF-Fernsehgarten" steigert sich enorm

von Glenn Riedmeier in News national
(01.06.2026, 12.20 Uhr)
ARD und ZDF punkten mit Musikshows am Sonntagmittag
Andrea Kiewel moderiert den "ZDF-Fernsehgarten", Stefan Mross präsentiert "Immer wieder sonntags"
ZDF/Maximilian von Lachner/SWR/mediensegel.de/Andreas Braun
Starker "Immer wieder sonntags"-Auftakt, "ZDF-Fernsehgarten" steigert sich enorm/ZDF/Maximilian von Lachner/SWR/mediensegel.de/Andreas Braun

Im März sorgte die ARD bzw. der SWR für einen echten Paukenschlag, als bekannt gegeben wurde, dass die Traditionssendung  "Immer wieder sonntags" nach 30 Jahren eingestellt wird (TV Wunschliste berichtete). Für die Entscheidung, die der federführende SWR und die ARD gemeinsam getroffen haben, wurden "finanzielle und strategische Gründe" genannt. Die Quoten waren hingegen bis zuletzt mehr als ordentlich. Gestern ging nun die letzte Staffel der von Stefan Mross moderierten Sonntagvormittagsshow an den Start - und konnte erneut punkten.

1,17 Millionen Zuschauer saßen pünktlich ab 10.03 Uhr vor dem Fernseher und bescherten "Immer wieder sonntags" zu dieser Uhrzeit einen starken Marktanteil von 17,1 Prozent. Selbst bei jungen Zuschauern kam die auf ein älteres Publikum zugeschnittene Schlagershow auf einen Marktanteil von immerhin 7,5 Prozent. Wie sehr es einen Einschaltimpuls gab, lässt sich daran erkennen, dass die unmittelbar davor gezeigte  "Tagesschau" um 10 Uhr noch von deutlich weniger Menschen gesehen wurde, nämlich 680.000. Die 12-Uhr-"Tagesschau" fiel unmittelbar danach wieder auf 810.000 Zuschauer zurück. Der  "Presseclub" musste sich ab 12.03 Uhr dann gar mit nur noch 440.000 Zuschauern und 5,4 Prozent zufrieden geben.

Ganz offensichtlich sind viele Zuschauer anschließend zum ZDF rübergewechselt, wo sich Andrea Kiewel - regenbedingt - elf Minuten später als geplant mit dem  "ZDF-Fernsehgarten" zur Stelle meldete. Nachdem die ersten Ausgaben der neuen Saison, in der das 40-jährige Jubiläum der Show gefeiert wird, noch etwas verhaltenere Reichweiten als gewohnt einfuhr, ging es mit der gestrigen Mottoshow "Bingo Party" deutlich nach oben: 1,76 Millionen Zuschauer sorgten für überdurchschnittliche 21,0 Prozent und damit den bisherigen Staffel-Bestwert. Mit 11,7 Prozent erreichte der "Fernsehgarten" auch in der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Wert, der weit über dem ZDF-Senderschnitt lag. Der  "Bares für Rares"-Ableger  "Waldis Welt" fiel um 14 Uhr auf 1,13 Millionen Zuschauer sowie 13,2 Prozent insgesamt und nur noch 5,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen zurück.



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Leserkommentare

  • Torsten S schrieb am 01.06.2026, 15.09 Uhr:
    Ja, die brauchen Geld um den ESC und die teure WM zu bezahlen.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 01.06.2026, 12.57 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    1,17 Millionen Zuschauer saßen pünktlich ab
    10.03 Uhr vor dem Fernseher und bescherten "Immer
    wieder sonntags" zu dieser Uhrzeit einen starken
    Marktanteil von 17,1 Prozent. Selbst bei jungen
    Zuschauern kam die auf ein älteres Publikum
    zugeschnittene Schlagershow auf einen Marktanteil
    von immerhin 7,5 Prozent.

    Eine Luxussituation, dass sich der SWR es leistet die Sendung trotz diesem Interesse abzusägen. Das sind Zahlen, die würden sich sämtliche Privatsender für ihre Prime Time Shows wünschen. Vielleicht greift ja jemand zu...?
    Der ARD hingegen wünsche ich, dass egal was nächstes jahr auf diesem Sendeplatz zum Einsatz kommt - vermutlich wieder alte eigenproduzierte 90-minütige Filme - die Quoten ins Bodenlose stürzen.
    Dass der Presseclub nicht mehr Zuschauer hat finde ich schade, aber das ist dann halt auch einfach Mittagessenszeit.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 02.06.2026, 10.31 Uhr:
    Puri schrieb:
    Die ARD verdient praktisch nichts an Quoten am
    Sonntag Vormittag. Ob die 20% oder 2% erreichen
    interessiert da keinen.

    Das ist nicht ganz richtig. Sie brauchen schon hohe Marktanteile auch zu Randzeiten, um insgesamt auf gute Durschnittswerte für den Tag zu kommen. Dadurch lassen sich dann niedrigere Zahlen (etwa beim Presseclub oder den Kultursendungen nach 23:05 - die zweifellos wichtig sind) ausgleichen.
  • Puri schrieb via tvforen.de am 02.06.2026, 09.52 Uhr:
    Die ARD verdient praktisch nichts an Quoten am Sonntag Vormittag. Ob die 20% oder 2% erreichen interessiert da keinen.
    Spart man hier also 300.000 ein pro Sendung kann man endlich die dadurch überflüssig gewordenen Mitarbeiter kündigen und der Intendant kann sich auf die Schulter klopfen und sich deren Gehälter aufs eigenen Konto überweisen lassen.
  • Spoonman schrieb via tvforen.de am 01.06.2026, 22.15 Uhr:
    Helmprobst schrieb:
    Der ARD hingegen wünsche ich, dass egal was
    nächstes jahr auf diesem Sendeplatz zum Einsatz
    kommt - vermutlich wieder alte eigenproduzierte
    90-minütige Filme - die Quoten ins Bodenlose stürzen.

    Wenn sie schlau sind, senden sie einfach Wiederholungen der Show. Aus über 300 Ausgaben kann man viele, viele Best-of-Folgen zusammenschneiden. Das macht der SWR ja sogar mit dem "ARD-Buffet".
  • BejaminBlümchen schrieb via tvforen.de am 01.06.2026, 21.16 Uhr:
    Helmprobst schrieb:
    TV Wunschliste schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    >
    > 1,17 Millionen Zuschauer saßen pünktlich ab
    > 10.03 Uhr vor dem Fernseher und bescherten
    "Immer
    > wieder sonntags" zu dieser Uhrzeit einen
    starken
    > Marktanteil von 17,1 Prozent. Selbst bei jungen
    > Zuschauern kam die auf ein älteres Publikum
    > zugeschnittene Schlagershow auf einen
    Marktanteil
    > von immerhin 7,5 Prozent.
    Eine Luxussituation, dass sich der SWR es leistet
    die Sendung trotz diesem Interesse abzusägen. Das
    sind Zahlen, die würden sich sämtliche
    Privatsender für ihre Prime Time Shows wünschen.
    Vielleicht greift ja jemand zu...?
    Der ARD hingegen wünsche ich, dass egal was
    nächstes jahr auf diesem Sendeplatz zum Einsatz
    kommt - vermutlich wieder alte eigenproduzierte
    90-minütige Filme - die Quoten ins Bodenlose
    stürzen.
    Dass der Presseclub nicht mehr Zuschauer hat finde
    ich schade, aber das ist dann halt auch einfach
    Mittagessenszeit.

    Es muss gespart werden, um unter anderem das Gehalt vom Intendant Kai Gniffke von jährlich 392.530 Euro zu bezahlen. Rundfunkbeiträge wurden noch nicht erhöht.
  • macabros schrieb via tvforen.de am 01.06.2026, 13.53 Uhr:
    Helmprobst schrieb:
    ...
    Dass der Presseclub nicht mehr Zuschauer hat finde
    ich schade, aber das ist dann halt auch einfach
    Mittagessenszeit.

    Da würde Sport1 mit seinem immer noch erfolgreichem (warum auch immer mittlerweile) Doppelpass aber widersprechen. Ich kann mich noch lebhaft an die Anfangsdiskussionen zu DSF-Zeiten meiner Eltern erinnern, dass das genau das Problem war 'dass das zur Mittagszeit ja doch nicht sein müsse" (Zitat: Mutter; Vater sah das ein wenig anders) - Damals gabs aber noch keine Mediatheken wie heute.
    Ich glaube der Presseclub ist einfach nicht mehr zeitgemäß in die Art und Form seiner Darstellung und Ausrichtung. Ich finde die Idee zwar immer noch gut eine Sendung über Politik zu machen ohne Politiker einzubinden, die ohnehin nur die gleichen Parteisoldat*Innen schicken und wo man die gleichen Phrasen wiedergekäut präsentiert bekommt.
    Natürlich hat die Presseseite auch ihre Agenda und ihre jeweiligen Kolorierung dabei, sind aber für mich immer noch neutraler als einzelne Parteizugehörigkeiten.
    Dennoch verliert die Sendung wahrscheinlich zunehmend an Bedeutung weil es nicht so spektakulär ist wenn man dort 'nur' meist unbekannte Gesichter hört und sieht.