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"Sherlock & Daughter" feiert Free-TV-Premiere

von Glenn Riedmeier in News national
(03.08.2026, 11.09 Uhr)
Meisterdetektiv erhält unerwarteten Besuch seiner angeblichen Tochter
"Sherlock & Daughter" mit Blu Hunt (l.) und David Thewlis
WDR/Albion Television Ltd.
"Sherlock & Daughter" feiert Free-TV-Premiere/WDR/Albion Television Ltd.

Serien um den legendären Meisterdetektiv Sherlock Holmes boomen derzeit regelrecht. Unter anderem ging vor einem Jahr in den USA eine recht freie Serienadaption rund um die kultige Romanfigur an den Start, die Ende des 19. Jahrhunderts vom britischen Schriftsteller Arthur Conan Doyle erfunden wurde:  "Sherlock & Daughter". Diese für den Sender The CW produzierte Serie wird demnächst auch ins deutsche Free-TV kommen: Der ARD-Spartensender One zeigt die achtteilige Staffel ab dem 2. September mittwochs um 21.00 Uhr mit drei Folgen am Stück. Im Anschluss liegen diese für jeweils 30 Tage auf Abruf in der ARD Mediathek.

Der Serientitel "Sherlock & Daughter" ist wörtlich zu nehmen - auch wenn in der viktorianischen Ära, in der Sherlock Holmes (verkörpert vom Briten David Thewlis) lebt, zunächst unklar bleibt, ob er tatsächlich Vater ist.

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Als eines Tages die junge Amalia (Blu Hunt) unerwartet in seinem Zuhause auftaucht, hat der Meisterdetektiv nämlich so seine Zweifel. Die junge Frau konfrontiert ihn damit, ihre inzwischen ermordete Mutter habe ihr als Hinterlassenschaft zukommen lassen, dass der in London lebende Sherlock Holmes ihr Vater sei.

Der Reihe nach: Amalias Mutter wurde in den USA von der Red Dragon-Verschwörung mit einem Dolch mit Jadegriff getötet. Einem Fundstück aus dem Nachlass ihrer Mutter folgend, reiste Amalia über den Atlantik nach London und sucht in der Baker Street Holmes' Unterstützung bei der Aufklärung des Verbrechens. Er schließt sich widerwillig mit ihr zusammen, da er gerade selbe jemanden als Helfer benötigt, um für ihn zu spionieren, ohne, dass es auf ihn zurückfällt. Holmes betrachtet Amalia während der Ermittlungen eher als Schülerin seiner detektivischen Kunst denn als mögliche Tochter. Trotz völlig unterschiedlicher Herkünfte und Einstellungen müssen die beiden zusammenarbeiten, um die globale Verschwörung rund um den Mord an Amelias Mutter aufzuklären und herauszufinden, ob Amalia wirklich Sherlocks Tochter ist.

Gleichzeitig ist Holmes selbst in einen gefährlichen eigenen Fall verstrickt. Um sich nicht zusätzlich zu gefährden, verzichtet er diesmal auf sein gewohntes Umfeld, insbesondere Dr. Watson steht nicht zur Verfügung. Offenbar ermittelt Holmes gegen eine Organisation namens Red Thread, die rote Fäden als Erkennungszeichen hinterlässt und in London äußerst gut vernetzt ist.

In einer weiteren zentralen Rolle ist Dougray Scott als Holmes' Erzfeind Professor Moriarty zu sehen - die Serie spielt im London des Jahres 1896, also fünf Jahre nach dem finalen Showdown zwischen Holmes und Moriarty. Zu den weiteren Hauptdarstellern gehören Antonio Aakeel (Swan), Orén Kinlan (Shaw McPherson), Gia Hunter (Clara Anderson), Ivana Milicevic (Marjorie Anderson) und Paul Reid (Inspector Bullivant).

Die Serie wurde in Dublin gedreht nach einer Idee des Nordiren Brendan Foley. Als Showrunner fungiert James Duff, der zuvor mit den Krimiserien  "The Closer" und  "Major Crimes" große Erfolge im US-Fernsehen feierte und zuletzt an  "Star Trek: Discovery" sowie  "Star Trek: Picard" beteiligt war.

Die erste Staffel von "Sherlock & Daughter" umfasst acht Folgen und wurde im Frühjahr 2025 auf The CW ausgestrahlt. Die Deutschlandpremiere erfolgte im Februar 2026 auf MagentaTV. Anfang des Jahres wurde berichtet, dass sich eine zweite Staffel der Serie in der Entwicklung befindet, eine offizielle Verlängerung seitens The CW gab es jedoch noch nicht.



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Leserkommentare

  • Frank 1 schrieb am 07.08.2026, 21.29 Uhr:
    Bei Magenda gab es die Folgen 1 und 2 kostenlos zu sehen. Sie haben mir gut gefallen, aber auch nicht so gut, um extra wegen dieser Serie den Dienst zu abonnieren. Hier werde ich mir dann den Rest ansehen.
  • chris40 schrieb am 06.08.2026, 19.35 Uhr:
    Wir haben nach einer gewissen Anzahl an Folgen leider abgebrochen, es wurde zu"aufregend" Irgendwann verliert sie den, Achtung Wortspiel, "roten Faden".
  • Julius W schrieb am 03.08.2026, 15.27 Uhr:
    Man könnte auch titeln "Sherlock and the next Generation". Damit das frisch-jugendlichere Konzept aufgeht durfte Sherlock keinen
    Sohn, sondern eine unangepasste, nicht standesgemäße und uneheliche
    Tochter haben.😉 Um das "Gleichgewicht" zu wahren, hat Sherlocks
    Erzfeind Moriarty in der Serie einen Sohn bekommen, der selbstredend mit
    Sherlock und vor allem Amalia in Kontakt kommt - wobei alles gesittet
    verläuft. 😉
    Die Rolle von Watson ist in der Serie klein und nachrangig. 
    Ich habe mir die familientaugliche Serie komplett an zwei Tagen
    angeschaut. Ich fand sie ganz charmant und unterhaltsam, wobei es auch
    die ein oder andere Länge aber auch überraschende Wendungen gab.
    Interessant und besser fände ich es, wenn man in einer zweiten Staffel
    einzelne Fälle in max. zwei Serienteilen aufgreift.
    Mein favorisierte Sherlock-Serien-Adaption ist und bleibt "Elementary".
    Die spielt in einer anderen, erwachseneren Liga.
  • Vritra schrieb am 03.08.2026, 12.07 Uhr:
    Sherlock soll ein Kind haben? Na dann wird ihm Watson aber gehörig die Hölle heiß gemacht haben. 😂 Das ist die schwachsinnigste Prämisse einer Sherlock-Holmes-Geschichte aller Zeiten.
  • Vritra schrieb am 04.08.2026, 14.01 Uhr:
    Ich werde auf jeden Fall einmal reinschauen. Ich befürchte allerdings, dass die Serie mit Conan Doyles Sherlock Holmes nicht mehr allzu viel zu tun hat.
    Mir geht es gar nicht darum, dass man einen alten und reichlich ausgeschlachteten Stoff nicht noch einmal neu interpretieren dürfte. Aber hier macht man ausgerechnet Sherlock Holmes zum möglichen biologischen Vater – eine Figur, die im literarischen Original keinerlei erkennbares Interesse an romantischen Beziehungen zeigt und über sich selbst sagt: „Ich habe nie geliebt, Watson.“ Ob man Holmes deshalb als asexuell versteht oder, wie es heute ebenfalls häufig geschieht, als homosexuell liest, sei dahingestellt. Eine Frau oder Liebesbeziehung kommt in seinem Leben bzw. Conan Doyles Werken jedenfalls nicht vor; seine einzige wirklich enge zwischenmenschliche Bindung ist die Freundschaft zu Watson.
    Auch mit Irene Adler hatte Holmes im Kanon nie eine Liebesbeziehung. Das wurde ihm erst in späteren Adaptionen angedichtet und seitdem immer weiter ausgeschmückt. Conan Doyle stellt vielmehr ausdrücklich klar, dass Holmes für sie nichts empfand, was der Liebe auch nur nahekam. Zugegeben, das beweist zwar alles nicht, dass Sherlock nicht doch mal einen Moment gehabt haben könnte, aber es passt einfach nicht und für mich funktioniert das darum nicht!
    Natürlich kann man eine Geschichte über einen exzentrischen Detektiv und dessen plötzlich auftauchende Tochter erzählen. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Ich finde es nur zunehmend lächerlich, wie weit man geht, um eine eigentlich längst auserzählte Figur bis aufs Knochenmark auszuschlachten. Weshalb darf diese Geschichte nicht einfach für sich stehen? Warum muss der Detektiv unbedingt Sherlock Holmes heißen?
  • Redaktion Bernd Krannich schrieb am 03.08.2026, 13.13 Uhr:
    Hab die Serie damals wegen David Thewlis geschaut. Da ich sonst kein übermäßiger Sherlock-Fan bin, kann ich schwer einordnen, wie Sherlock-Fans die Serie finden mögen. Es ist halt mal wieder eine Serie, in der eine kluge junge Frau sehr modern-feministisch auftritt. Mitgerissen hat sie mich nicht, sie hat aber ein paar gute Charakter-Momente.
    Wer sagt denn, das Sherlock zölibatär gelebt hat? Schon die Prämisse macht macht ja deutlich, dass Amalia jetzt nicht das Ergebnis einer "normalen" Langzeitbeziehung gewesen ist.