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Der Bockerer 1 & 2

Der Bockerer 1 & 2
  • Serie:Der Bockerer
  • Vertrieb:Gig Records (Sony Music)
  • VÖ-Datum:02.04.2001
  • Sprache:Deutsch
Preise und Verfügbarkeit
Teil 1: Der Bockerer Teil 2: Österreich ist frei -Teil 1- Karl Merkatz spielt ihn, diesen Bockerer, der widerborstig seinen eigenen "unverbesserlichen" und "eigensinnigen" Weg durch die NS-Jahre Österreichs geht und sich auch nicht davon irritieren läßt, daß sein Weib als Hitler-Fan und sein Sohn als SA-Mann das Heim-ins-Reich-Holen der "Ostmark" feiern. Der Bockerer ist nicht gerade ein engagierter Widerstandskämpfer, aber es gelingt ihm, sich einen Freibrief (man könnte auch sagen: Jagdschein) zu verschaffen und sich relativ unbehelligt durch die mißlichen Umstände zu lavieren. Daß er die Hand partout nicht zum Hitler-Gruß erheben kann, bestätigt ihm ein ärztliches Attest, daß er beim Auf- und Einrollen der Hakenkreuzfahne Probleme hat, ist sicher nur seiner irreparablen Trotteligkeit zuzuschreiben und daß das Hitlerbild keinen Platz in der Auslage seiner Metzgerei bekommt, liegt daran, daß da schon ein Schweinskopf Werbung macht. Der Antel-Version dieses Stoffes geht nicht der drastische Witz der herrlich wienerischen Schmäh-Dialoge ab, und auch die Situationen treffen gnadenlos ins Schwarze, wenn sich etwa Vater und Sohn plötzlich mit der Waffe in der Hand als Feinde gegenüber stehen oder die feinen Wiener Kreise den Proleten Hitler zu schätzen wissen, da er mit dem "Gesindel" in den Arbeitslagern aufräumt. -Teil 2- Im besetzten Wien der Nachkriegsjahre ist es abermals Karl Merkatz, alias Karl Bockerer, der auf charmant-trotzige Weise den herrschenden Mächten Paroli bietet. Diesmal richtet sich seine Verbissenheit gegen die russischen Besatzer, deren unmenschliche Härte das Glück zweier sich Liebender gefährdet. Elena und Gustl, gespielt von Sascha Wussow und Caroline Vasicek, führt zwar das Schicksal zusammen, doch erst Karl Bockerer führt beide mit Geschick und List aus der Gefahrenzone. Denn der russischen Dolmetscherin droht die Sippenhaftung und die Deportation nach Russland. Einzig und allein eine Heirat mit einem Österreicher und die Flucht in die amerikanische Besatzungszone können sie noch retten. Der Bockerer II zeigt die triste Lage Österreichs nach dem Krieg auf, in der sich die Befreiten noch lange nicht frei fühlen konnten. Durch Bockerers selbstlosen Einsatz kommt das Liebesabenteuer aber doch noch zu einem glücklichen Happy-End, und die Freunde können sich wieder beruhigt dem Tarockieren widmen. Dem Zuseher bleibt am Ende noch der Ausblick auf das freie Österreich und natürlich die Kapitulation vor dem sprichwörtlich befreiendem Humor Karl Bockerer.
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