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Zu DDR-Zeiten ersehnter Neubaukomfort, nach der Wende vielerorts als Paradebeispiel für Energieverschwendung belächelt: Fernwärme ist ein vor allem ostdeutsches Phänomen. Fast jede vierte Wohnung hing einst am Netz mit den riesigen Rohrleitungen - im Westen waren es gerade neun Prozent. Im thüringischen Meiningen werden Prinzip und Akzeptanz der Fernwärme für die Energieversorgung der Zukunft genutzt: Millionen wurden investiert, um eine umweltfreundliche Versorgung zu sichern, und um unabhängig von den großen Energiekonzernen zu sein. Im kosovarischen Pristina, wo derzeit das größte osteuropäische Sanierungsprojekt in Sachen Fernwärme läuft, sieht die Realität dagegen noch anders aus: Weil das Heizwerk im Winter nur unregelmäßig Wärme liefert, wird vielerorts der Elektro-Ofen angeworfen. Dass damit nun tatsächlich Schluss sein soll, nicht jeder glaubt das.
(mdr)
Länge: ca. 15 min.