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Siwa: eine sagenumwobene Oase inmitten der ägyptischen Sahara. Hier sprudeln Hunderte Quellen aus dem Boden und machen das schier Unmögliche möglich: Leben inmitten von Sand, extremer Hitze und Trockenheit. Ein geschichtsträchtiger Ort voller Gegensätze und pulsierender Lebenskraft. Über 200.000 Dattelpalmen gedeihen dank fossilen Wassers, das seit 40.000 Jahren unter der Erde ruht. Palmen waren schon immer die Lebensgrundlage der Anwohner. Menschen wie Abdou Mohammed pflegen sie wie Kostbarkeiten mit einem handwerklichen Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde. Salz ist allgegenwärtig, das Vermächtnis eines urzeitlichen Meeres. Ausgedehnte Salzseen sind die Quelle für den Abbau des "weißen Goldes". Der salzhaltige Schlamm ist das urtümliche Baumaterial der Oasenstadt. Fatma Essa lebt vom Salzgestein, sie fertigt kunstvolle Lampen und Skulpturen in ihrer Salzwerkstatt an. In der endlosen Wüste rund um die Oasenstadt, wagt Survival-Experte Mohammed Shahin ein extremes Selbstexperiment: Ganz allein streift er durch das Große Sandmeer auf der Suche nach Wasser, Nahrung und Überlebensstrategien. Natürlich will er in das lebensspendende Grün der Oase zurückkehren. Trotz der extremen Abgeschiedenheit in der lebensfeindlichen Wüste ist Siwa äußerst lebendig: mit traditionellen Hochzeitsbräuchen, Palmherzen als Liebesgabe, imposanten Lehmtürmen zur Taubenzucht, Spuren uralter Zivilisation und überraschendem Wasserüberfluss. Siwa ist mehr als eine Oase, sie ist ein Symbol für Widerstandskraft, kulturelle Identität und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.
(NDR)
Länge: ca. 45 min.





