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Plattitüden sollte man ja eigentlich vermeiden, aber sie sind eben eingängig: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, ist eine solche Phrase, die meint: wir gewöhnten uns an alles – insbesondere an Fehlentwicklungen. Wir erleben in stetiger Folge Gewaltausbrüche, wie z. B. jüngst, als DB-Zugbegleiter Serkan C. bei einer Ticketkontrolle von einem Passagier totgeschlagen wurde.
Was folgte waren Mitleidsbekundungen von allen Seiten, Unverständnis für die Tat und Bestürzung – wie immer nach einem vergleichbaren Gewaltausbruch. Fast schon ein routinierter Umgang mit diesem furchtbaren Ereignis. In der Analyse der Tat dann ebenfalls Routine. Wir beklagen den Verfall von Sitten und Werten und fragen, wie alles nur so weit kommen konnte.
Antworten wir auf die Verrohung unserer Gesellschaft tatsächlich mit ritualisierten Prozessen? Haben wir uns an die gestiegene Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft gar längst gewöhnt und mit ihr abgefunden? Erleben wir einen Werteverlust?
Moderatorin Michaela Kolster diskutiert mit ihren Gästen:
- Prof. Harald Welzer, Sozialpsychologe und Publizist
- Ahmad Mansour, Psychologe und Autor
Was folgte waren Mitleidsbekundungen von allen Seiten, Unverständnis für die Tat und Bestürzung – wie immer nach einem vergleichbaren Gewaltausbruch. Fast schon ein routinierter Umgang mit diesem furchtbaren Ereignis. In der Analyse der Tat dann ebenfalls Routine. Wir beklagen den Verfall von Sitten und Werten und fragen, wie alles nur so weit kommen konnte.
Antworten wir auf die Verrohung unserer Gesellschaft tatsächlich mit ritualisierten Prozessen? Haben wir uns an die gestiegene Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft gar längst gewöhnt und mit ihr abgefunden? Erleben wir einen Werteverlust?
Moderatorin Michaela Kolster diskutiert mit ihren Gästen:
- Prof. Harald Welzer, Sozialpsychologe und Publizist
- Ahmad Mansour, Psychologe und Autor
(Phoenix)








