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2016 sorgt ein Sensationsfund in Sakkara für Aufsehen: In 13 Metern Tiefe entdecken Archäologen eine Mumifizierungswerkstatt. Kann der Fund mehr über die Praxis der Balsamierung verraten? Die Mumifizierung mit Salben und Tinkturen sollte den Verstorbenen das Weiterleben im Jenseits sichern. Grabbeigaben und kunstvolle Malereien auf Sarkophagen und in den Grabkammern sollten sie schützen auf der Reise ins Reich des Gottes Osiris. Für die alten Ägypter war die Mumifizierung mehr als ein technischer Vorgang - sie war ein spirituelles Ritual. Heute ermöglicht modernste Technik einen nie da gewesenen Blick hinter die Kulissen der jahrtausendealten Praxis. In der freigelegten Balsamierungswerkstatt finden Archäologen zahlreiche Tongefäße - die meisten leer. Doch mithilfe chromatographischer Analysen können winzige Rückstände der Substanzen identifiziert werden. Die Ergebnisse sind verblüffend: Viele der verwendeten Mittel mussten von weither nach Ägypten importiert werden. Es muss ein weit verzweigtes Handelsnetz gegeben haben, das nicht nur den gesamten Mittelmeerraum umfasste, sondern sogar bis nach Südostasien reichte. Ein weiterer Meilenstein: Ein CT-Scanner mit photonenzählenden Detektoren erlaubt erstmals, Objekte im Inneren einer Mumie sichtbar zu machen - und sogar Hieroglyphen darauf zu entziffern. Die Mumie selbst bleibt dabei unversehrt.
(ZDF)





