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Hans Well hat als Kopf und Texter der Biermösl Blosn die bayerische Kulturgeschichte maßgeblich mitgeprägt. Das Ende der Musikkabarettgruppe nach 35 Jahren und der Bruch mit seinen Brüdern belasten ihn sehr. Erst nach und nach heilen die Wunden und er kann neue Wege gehen. Hans wird 1953 als neuntes Kind der 17-köpfigen Familie Well geboren. Der Vater, ein musikbegeisterter Dorfschullehrer, fördert die musische Erziehung und tritt zusammen mit seinen Kindern in verschiedenen Formationen auf. Mit 17 Jahren beginnt Hans, sein konservatives Weltbild zu hinterfragen und interessiert sich vor allem für die Rolle seiner Eltern in der NS-Zeit. Er führt erbitterte Diskussionen mit seinem Vater und den älteren Brüdern und politisiert sich immer mehr. Zusammen mit zwei seiner jüngeren Brüder gründet er 1976 die Biermösl Blosn, die mit ihrem musikalisch-politischem Kabarett schnell eine feste Größe in der bayerischen Kleinkunst-Szene sind. Das Auseinanderbrechen der Band nach über drei Jahrzenten belastet Hans sehr, der darauffolgende Schlaganfall ist der Tiefpunkt seines Lebens. Erst nach und nach schafft er es, vor allem mithilfe seiner Frau und seiner Kinder, die Wunden zu schließen.
(BR)
Länge: ca. 45 min.



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