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Zum 125. Jahrestag des Boxerprotokolls erzählt die Geschichtsdokumentation vom Konflikt zwischen China und acht Kolonialmächten. Der Film beleuchtet die Gewaltexzesse, massiven Plünderungen und die fatale Wirkung der "Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II. Das erzwungene Protokoll vom 7. September 1901 leitete das Ende des chinesischen Kaiserreichs ein und prägt das Verhältnis Chinas zum Westen bis heute. Zum 125. Jahrestag der Unterzeichnung des Boxerprotokolls am 7. September 1901 erzählt die "ARD History"-Dokumentation von einem Wendepunkt der Weltgeschichte. Der Film "Krieg in China 1900-1901 - Das Deutsche Kaiserreich und der Boxerkrieg" rekonstruiert den Aufstand chinesischer Bauern gegen ausländische Mächte und christliche Missionare sowie die brutale militärische Antwort eines internationalen Bündnisses aus acht Nationen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Österreich-Ungarn, Russland, Italien und Japan. Die Stimmen der international relevantesten Historiker und Expertinnen sowie seltene Bildquellen zeigen einen Krieg, der von exzessiver Gewalt gegen Zivilisten, Massenhinrichtungen und Plünderungen geprägt war - mit über 100.000 Toten, vor allem chinesischen Zivilisten. Der Film beleuchtet auch die Rolle des Deutschen Reiches, das den Konflikt zur Bühne imperialer Ambitionen macht, befeuert durch die berüchtigte "Hunnenrede" von Kaiser Wilhelm II. Am Ende der Eskalation steht das Boxerprotokoll von 1901, auch Xinchou-Vertrag genannt, das China zu Reparationszahlungen, zu politischen Zugeständnissen und symbolischer Demütigung verpflichtet. Eine zentrale Forderung war die sogenannte "Sühnemission" des 18-jährigen Prinzen Chun nach Deutschland, geprägt von Machtungleichgewicht, rassistischen Vorstellungen der "Gelben Gefahr" und tiefen kulturellen Missverständnissen. Die ARD-Geschichtsdokumentation von Minh An Szabó de Bucs und Grit Lederer fragt: Warum ist dieser Krieg im Westen fast vergessen, während er in China lange Zeit als frühe nationale Bewegung und sogar Vorläufer der kommunistischen Revolution galt? Der Film zeigt, wie leicht Konflikte eskalieren, wenn zivilisatorische Normen verletzt werden, und welche Nachwirkungen der Boxerkrieg bis heute im Verhältnis zwischen China und der westlichen Welt zeigt.
(ARD)
Länge: ca. 45 min.








