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ARD Wissen

D, 2023–

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78

Chip im Kopf - Wie Gehirnimplantate die Medizin verändern

Folgeninhalt
Michael Mehringer trainiert, einen Roboterarm nur mithilfe seiner Gedanken zu steuern. Seit einem Unfall ist er vom Hals abwärts querschnittsgelähmt. Die neue Technologie, die ihm etwas Selbstständigkeit zurückgeben könnte, heißt Brain-Computer-Interface (Hirn-Computer-Schnittstelle), kurz BCI. 256 hauchdünne Nadeln stecken in Michaels Bewegungszentrale im Gehirn am motorischen Kortex. Sie leiten jeden Gedanken an eine Bewegung in eine Schnittstelle, die drei Zentimeter weit aus seinem Hinterkopf herausragt. Per USB-Kabel werden die Hirndaten an einen Rechner gesendet.
Zunächst soll Michael lernen, einen Cursor auf dem Bildschirm nur mit seinen Gedanken zu steuern. Später folgt die Steuerung eines Roboterarms. Michael Mehringer ist ein Pionier, er unterstützt die Forschung des Teams aus Neurowissenschaftlern, Neurochirurgen und Robotik-Spezialisten am TUM Klinikum in München. Und die Forschung entwickelt sich in schnellem Tempo. Beim Auslesen von Hirndaten ist längst nicht Schluss. Ein Freiburger Unternehmen hat sogar ein Brain-Computer-Interface entwickelt, das Daten nicht nur aus dem Hirn heraus-, sondern auch Informationen hineinleiten kann.
Diese Methode eröffnet bei der Behandlung von Schlaganfällen völlig neue Wege. Sie unterstützt und beschleunigt den regenerativen Heilungsprozess deutlich. Läuten Brain-Computer-Interfaces eine neue Ära in der Medizin ein? Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten sie für Schädigungen des Hirns und des Nervensystems? Wissenschaftsjournalistin Lena Ganschow will das herausfinden. Sie begleitet Michael Mehringer und das Münchner Forschungsteam ein halbes Jahr lang bei ihrem Projekt. Die neue Technik kann die Medizin verändern und vielen Menschen helfen. Aber welche Gefahren birgt es in Zukunft, wenn immer mehr Menschen ihr Gehirn mit Computern verbinden? Werden Menschen zum Beispiel ihre Leistungsfähigkeit mithilfe von BCI optimieren wollen? Lena Ganschow begibt sich auf Spurensuche.
(ARD)
Länge: ca. 45 min.
Folge "Chip im Kopf - Wie Gehirnimplantate die Medizin verändern" anschauen
Das ErsteDas Erste
Mo 26.10., 23:05–23:50 Uhr
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Di 27.10., 04:45–05:30 Uhr
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Mi 28.10., 20:30–21:15 Uhr
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Fr 30.10., 00:30–01:15 Uhr
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Sa 31.10., 14:15–15:00 Uhr
Bilder
  • Lena Ganschow und Odessa Clermont Ravra (re.) in der Charité in Berlin, Abteilung Neurotechnologie. Odessa kann seit einem Schlaganfall ihren linken Arm nicht mehr bewegen. Ein Spezialhandschuh, den sie mit ihren Gedanken steuert, soll ihr bei der Reha helfen.
    Lena Ganschow und Odessa Clermont Ravra (re.) in der Charité in Berlin, Abteilung Neurotechnologie. Odessa kann seit einem Schlaganfall ihren linken Arm nicht mehr bewegen. Ein Spezialhandschuh, den sie mit ihren Gedanken steuert, soll ihr bei der Reha helfen.
    Bild: © hr/Christian Brandt
  • Lena Ganschow und Hirn-Chip-Entwickler Martin Schüttler (li.) in der Reinraumproduktion der Firma Co Tec in Freiburg. Hier entstehen Brain-Computer-Interfaces der neuesten Generation.
    Lena Ganschow und Hirn-Chip-Entwickler Martin Schüttler (li.) in der Reinraumproduktion der Firma Co Tec in Freiburg. Hier entstehen Brain-Computer-Interfaces der neuesten Generation.
    Bild: © hr/Christian Brandt
  • Lena Ganschow und Michael Mehringer im Gespräch. Michael ist einer der ersten Menschen in Deutschland, denen ein Brain-Computer-Interface implantiert wurde. Er kann sein Gehirn direkt mit einem Computer verbinden.
    Lena Ganschow und Michael Mehringer im Gespräch. Michael ist einer der ersten Menschen in Deutschland, denen ein Brain-Computer-Interface implantiert wurde. Er kann sein Gehirn direkt mit einem Computer verbinden.
    Bild: © hr/Christian Brandt
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