1949-74: Von der Westintegration bis zur Ostpolitik
In einem offenen Wagen fahren der US-amerikanische Präsident John Fitzgerald Kennedy, der Regierende Bürgermeister von Berlin Willy Brandt und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (l-r) am 26.6.1963 durch Berlin. Höhepunkt seines siebeneinhalbstündigen Aufenthaltes in Berlin bildete seine Rede vor dem Schöneberger Rathaus. Mit dem legendären Satz "Ich bin ein Berliner" drückte Kennedy seine Verbundenheit mit den Menschen in der geteilten Stadt aus.
Der Tod von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und zuvor schon Ulrike Meinhof stürzte die Bundesrepublik in ihre bis dahin tieftse politische Krise. Die Terrosristen zogen eine Blutspur durch Deutschland, hatten Geiseln genommen, gemordet und schließlich ein Flugzeug mit Urlaubern entführt. Nach dem Scheitern der Entführung im Oktober 1977 brachte sich die Führungsspitze in den Zellen des Hochsicherheitgefängnisses von Stuttgart-Stammheim um. Die Republik erstarrte im Schock. - An einer Berliner Litfaßsäule klebt am 22.05.1970 ein Steckbrief, mit dem nach der wegen Mordversuchs gesuchten RAF (Rote-Armee-Fraktion) Terroristin Ulrike Meinhof gefahndet wird.