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Die Tricks des Überlebens
(Secrets of Our Living Planet) GB, 2012

49 Fans- Serienwertung0 22197noch keine Wertungeigene: –
Die Tricks des Überlebens Episodenguide
- Zeichenerklärung:
S Staffel E Episode Stream im TV
Originalfassung
- 1.101Im Dschungel Wer im Dschungel überleben will, muss raffinierte Tricks beherrschen, schnell rennen oder klettern können, gut aussehen oder riechen. Am besten, man kann etwas, was sonst keiner kann. So wie die Agutis, die Prachtbienen und die Paranussbäume am Amazonas. Einmal im Jahr lösen sich die kokosnussgroßen Früchte des Paranussbaums aus der Krone und krachen 50 Meter tief auf den Urwaldboden. Auf diesen Moment hat das Aguti gewartet. Paranüsse sind schließlich die Lieblingsspeise des kleinen Nagetiers. Zwar ist die Schale steinhart, aber genau daran hat sich diese Art angepasst. Niemand sonst besitzt so ein scharfes Gebiss, um die Frucht zu öffnen. Die Samen im Innern knackt das Aguti mühelos, ein paar verspeist es sofort, den Rest vergräbt der Nager einzeln im ganzen Revier. Dies wiederum ist die Überlebensstrategie des Paranussbaumes: Seine Samen werden im Regenwald verteilt und können weit weg vom Mutterbaum neue Standorte erobern. Denn je weiter die jungen Sämlinge von ihren Elternbäumen entfernt aufwachsen, desto sicherer sind sie vor ihren Fressfeinden. Auch zum Bestäuben braucht der Baum einen tierischen Helfer, die Prachtbiene. Nur sie ist groß und stark genug, den Deckel der Paranussblüte anzuheben, um hineinzutauchen. Der Nektar nährt ihre Brut und sie selbst. Und beim Besuch der nächsten Blüte trägt sie den Pollen weiter. Sind die Kelche bestäubt, dauert es 15 Monate, bis die neuen Früchte reif werden und dem Aguti vor die Nase fallen. So tragen zwei kleine Tiere dazu bei, dass der riesige Amazonas-Baum nicht ausstirbt, dafür versorgt er sie mit Nüssen und Nektar. Das ist nur eine von vielen Geschichten über die geniale Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen im Regenwald. Warum hilft die Winkerkrabbe dem Mangrovenwald? Warum sind Nektarvögel die "Bienen" des tropischen Regenwalds? Und was hat die Passionsblume mit Blausäure zu tun? Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann allein für sich überleben. Wie vielfältig die Abhängigkeiten und wie kreativ die Tricks zum Überleben sind, zeigen die Macher dieser Miniserie in spektakulären Bildern.BR, 23.08.2014
- 2.102In der Savanne Auf allen Schauplätzen der Erde haben Tiere wie Pflanzen Wege gefunden, um im stickstoffarmen Grasland überleben zu können. Ihr Trumpf: Sie haben Verbündete. Im zweiten Teil der BBC-Produktion "Die Tricks der Tiere" geht es um die "Geheimnisse des Graslands". Der Film führt vom Süden Australiens über die Savannen Afrikas bis nach Südamerika in den "Nationalpark Emas" in Brasilien. Grasland und Steppen bedecken nicht weniger als ein Viertel der Erde. Es sind die jüngsten Habitate unseres Planeten - und trotzdem haben sie bereits 50 Millionen Jahre auf dem Buckel. Ganz gleich ob es die Prärien Nordamerikas, die Savannen Afrikas und oder die Steppen Asiens sind - überall herrschen herausfordernde Lebensbedingungen - sowohl für Tiere als auch für Pflanzen. Um innerhalb der einzelnen Ökosysteme überleben zu können, müssen sich die Lebewesen unterstützen. Ob es nun die Akazie ist, die in der Savanne Afrikas auf die Hilfe der Ameise angewiesen ist, oder aber ein Nashorn, das anderen Tieren der Steppe als "Nährstoffoase" dient. Nicht selten sind diese Allianzen, die die Lebewesen miteinander eingehen, auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Verbindungen zwischen Tieren und Pflanzen sind über lange Zeit gewachsen und oftmals sind es Kettenreaktionen, die in mehreren Stufen wirksam werden. Der Akazienbaum etwa wehrt sich mit Dornen gegen hungrige Pflanzenfresser. Zusätzlich entwickelt die Pflanze Gallen, rundliche Gehäuse, die Ameisen anlocken und zur Symbiose einladen. Doch manche Tiere wie etwa Affen lassen sich von Hindernissen wie Dornen oder Gallen nicht aufhalten. Weil Ameisen auf ihrem Speiseplan ganz oben stehen, machen sich die Affen über die Gallen her. Die zerstörten Gallen dienen dann wiederrum Geckos als Nistplatz. Somit ist allen ein Stück weit geholfen.BR, 30.08.2014
- 3.103Im Wald Nur auf der Nordhalbkugel gibt es Wälder, deren Leben durch große Veränderungen geprägt wird. Jedes Jahr lässt sich hier ein wundersamer Wechsel beobachten: im Winter sinken die Temperaturen dramatisch und die Wälder werden völlig kahl. Im Frühjahr kehren mit steigenden Temperaturen die grünen Blätter und damit das Leben zurück. Bei diesen Extremen helfen oft nur Tricks beim Überleben - und häufig auch Verbündete. So kann ein Pilz beispielsweise ohne Gleithörnchen nicht überleben. Diese grauen Nager können bis zu 30 Meter durch die Luft segeln, sie leben auf Bäumen, bevorzugt in alten Spechthöhlen. Doch ihre Lieblingsspeise wächst unter der Erde: Pilze. Pilzsporen gehen daher im Magen-Darm-Trakt der Gleithörnchen auf Reisen und können sich so bestens verbreiten. Pilze wiederum gehen im Boden eine Symbiose mit Bäumen ein, beide profitieren von mehr Nährstoffen. Ein einzelner Pilz ist in der Lage sich über 10 Quadratkilometer ausbreiten und kann tausende von Bäumen miteinander verbinden. Im Endeffekt bilden Pilze ein intelligentes Netzwerk, ein echtes "wood-wide-web", jeder Wald ist daran angeschlossen. Das ist nur eine von vielen Überlebensgeschichten in den Wäldern der Nordhalbkugel. Und auch hier heißt es: Beziehungen sind alles... Warum geht der nordamerikanische Luchs einen Bund mit einer Raupe ein? Welche Rolle spielen Schneehasen dabei? Warum sind Lachse für die Küstenwälder Kanadas lebenswichtig? Wie kreativ die Tricks des Überlebens sind, zeigt der Dreiteiler in spektakulären Bildern. Etwa 10 Millionen Tier und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben.BR, 18.10.2014
- 4.104Im Wasser Etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten sind auf der Erde zu finden. Doch kein einziges Lebewesen kann alleine überleben. In und am Wasser gibt es besonders ausgefallene Lebensgemeinschaften. So schaffen erst Winkerkrabben Lebensraum für Tiger, Riesenotter sind von Schnecken abhängig und die wahren Helden von Korallenriffen sind Schwämme. Das Pantanal ist das größte Feuchtgebiet der Erde. Hier leben wahre Giganten: der Pantanal-Jaguar mit bis zu 160 Kilogramm Körpergewicht, die bis zu neun Meter lange Anakonda oder der bis zu zwei Meter lange Riesenotter. Selbst das Blatt einer Riesenseerose kann einen Durchmesser von bis zu drei Metern haben. Die Frage ist nur, warum ist hier alles so riesig? Über Flüsse gelangen Sedimente in die riesige Senke des Pantanals, angereichert mit Stickstoff, Phosphor und dem lebenswichtigen Sauerstoff. Doch die Nährstoffe sind für das Gros der Tiere und Pflanzen erst einmal nicht verwertbar. Der Schlüssel, diesen Reichtum für alle zu erschließen, liegt unter der Wasseroberfläche. Im seichten Wasser des Pantanals finden Wasserschnecken zersetzte Fleischreste oder Pflanzenteile, die sie mit ihrer Raspelzunge fein zerreiben und schließlich verdauen. Erst die Ausscheidungen der Apfelschnecke enthalten Stickstoff und Phosphor in für Pflanzen nützlicher Form. Sie wirken wie Dünger, die Pflanzen wachsen und wachsen. Und mit ihnen alle Pflanzenfresser und schließlich die Räuber. Die kleine Apfelschnecke macht also die Arbeit, ohne die im Pantanal nichts gedeihen würde. Die Apfelschnecke ist nur ein Beispiel für die geheimnisvollen Abhängigkeiten in der Welt des Wassers. Ob Hai oder Kaiman, Rhesusaffen oder Axishirsche, sie alle brauchen andere Arten als Partner zum Überleben. Die Reise durch die Wasserwelten der klaren Bergflüsse, durch die Sumpflandschaften des Pantanals oder durch Korallenriffe zeigt in spektakulären Bildern ungewöhnliche Tiere und Pflanzen mit unerwarteten Strategien und überraschenden Allianzen.BR, 25.10.2014
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Mario, der Eismann präsentiert die wichtigsten Serienstarts der Woche:
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