Andi, 69-jähriger Gastronom in Ruhestand aus Kärnten, findet, dass er „ein bunter Hund“ ist. Er verkleidet sich auch gern: „Zum Beispiel hab‘ ich ein lustiges Kostüm. Das schaut aus wie das frühere Testbild vom ORF nach Sendeschluss.“ Und so kann es schon vorkommen, dass Andi in dieser farbenfrohen Adjustierung zu „I can get no satisfaction“ von den Rolling Stones im Wohnzimmer herumwirbelt. Der aktive und sportliche Gastronom im Ruhestand wäre als junger Mann gerne Schauspieler geworden. Daraus wurde leider nichts. Aber so reizt ihn auch heute noch vieles, was nicht ganz der Norm entspricht. Andi hält sich körperlich sehr fit, in seinem Garten hat er für sein Training extra einen eigenen Kletterbaum gebaut: „Da komm ich trotz meiner zwei künstlichen Knie noch schnell rauf.“ Aber, er kann auch ruhiger sein, betont er. Wenn er zum Beispiel auf der Couch liegt und dem fleißigen Saugroboter bei der Arbeit zuschaut. Über die „Liebesg’schichten“ möchte Andi seine neue Flamme finden, eine sportliche, schlanke Dame. Sie könnte auch gern um einiges jünger sein, erzählt Andi im Interview: „So zwischen 48 und 60 Jahre. Und bitte keine Katzenmutti. Ich bin allergisch gegen Katzenhaare.“ An der Treue haperte es in früheren Romanzen manchmal, gibt er jetzt im Nachhinein zu. Aber: „Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich in Zukunft immer treu bin“, so der Gastronom heute, „denn ich bin ja auch nicht mehr 25.“
Walter, 66-jähriger Außendienstmitarbeiter i.R. aus Niederösterreich, findet, eine Frau darf gerne etwas mollig sein: „Ich will beim Umarmen nicht gleich die Knochen spüren. Außerdem habe ich das Gefühl, diese Frauen sind einfach gemütlicher,“ präzisiert der Niederösterreicher seine Sehnsüchte. Mit hektischen und herum nörgelnden Frauen tut er sich im Umgang schwer, gibt er zu. Er wünscht sich eine Partnerin, mit der er „durch dick und dünn gehen kann.“ Man muss mit einer Frau Pferde stehlen können, findet der Außendienstmitarbeiter in Pension. Und dann klappt auch der Rest: „Sich näherkommen ist ein Genuss, und Sex gehört natürlich auch dazu, wenn alles passt.“ Sein liebstes Hobby ist Minigolf, das spielt Walter für sein Leben gerne, aber es geht ihm nicht so sehr ums Gewinnen: „Wichtig ist, dass man ein guter Verlierer ist und die Dinge auch mit Humor nehmen kann. Das gehört zum Leben einfach dazu.“ Für Liebesfilme kann sich der romantische Walter auch begeistern. Beim Happy End kullert ihm dann schon die eine oder andere Träne die Wange hinunter, verrät er. Im wahren Leben gab es für ihn noch kein Happy End wie im Film. Walters Ehefrau starb und diese Erfahrung stürzte den eigentlich so lebensfrohen Mann in ein tiefes Loch. Nach eineinhalb Jahren meldete er sich schließlich aus Einsamkeit bei einer Online-Single-Plattform an, aber auch da wartete nicht die große Liebe auf ihn. Deshalb wagt Walter jetzt sein Glück bei den „Liebesg`schichten“: „Meine neue Frau sollte 60 bis 68 Jahre alt sein. Wenn sie aber 59, 58 oder gar 57 ist, macht das auch nichts. Die Jugend soll bei mir auch eine Chance haben,“ lacht Walter.
Emese, 53-jährige Kundenberaterin aus Oberösterreich, hat zwei wunderbare Kinder, die dem Liebesglück ihrer Mutter auf die Sprünge helfen wollen. Sie haben ihre Bewerbung für die „Liebesg`schichten“ abgeschickt. Emese wuchs als ungarische Minderheit in Siebenbürgen in Rumänien auf und kam in den 1990er Jahren nach Österreich. Die temperamentvolle Kundenberaterin hat es mit Männern nicht immer einfach gehabt: „Ich bin sehr lebendig und selbständig, brauche viel Bewegung und auch Meditation, damit ich ein bisschen runterkomme,“ erzählt sie. Kaffee trinkt die vor Energie sprudelnde Emese keinen, „da würde ich nur im Kreis gehen!“ lacht sie. Gut gefallen ihr stattliche Männer, wie der britische Schauspieler Gerard Butler. So einen Typ Mann findet sie erotisch, verrät sie im Gespräch. Nationalität oder Haarfarbe spielen bei ihrer Männerwahl keine Rolle: „Hauptsache er ist ein guter Mensch.“ Jetzt, wo die Kinder flügge sind, wird es Zeit, dass in Emeses Leben nach Jahren des Single-Daseins endlich wieder ein toller Mann Einzug hält.
Sissy, Pensionistin aus Niederösterreich, die ihr Alter nicht verraten will, hatte ?immer Glück mit den Männern?. Der erste Gatte war ?sehr gescheit, aber er hatte einen Fehler: bei den Damen nicht nein sagen zu können?. Der zweite Mann ?war charmant, lieb und hat mich sehr verwöhnt?. Er ist vor einiger Zeit gestorben und nun ?ist die Einsamkeit da?. Sissy fehlt das Gespräch und ?ich will erobert werden?. Ihr Traum: ?mit einem schönen Mann auf den Seychellen Urlaub zu machen?.
Mary, 40 „plus plus“- jährige Heurigenwirtin im Ruhestand aus Wien, möchte einen neuen Partner finden, der mit ihr durchs Leben geht: „Ab einem gewissen Alter wird das schon schwierig,“ erzählt die patente Wienerin. Ihr Alter möchte die Heurigenwirtin im Ruhestand übrigens für sich behalten: „Das kann der Mann ja dann mit der Zeit herausfinden. Ich bin 40 plus plus, das reicht mal als Info.“ Mary wünscht sich jemanden, der Niveau und eine eigene Wohnung hat: „Ich brauch‘ auch meinen Freiraum und will nicht, dass er mich rund um die Uhr anruft!“ Gern darf das neue Herzblatt ein bisschen größer als Mary sein, Glatzen und Halbglatzen findet sie sehr erotisch, so viel sei schon mal verraten. Mary trägt hin und wieder ihr Herz auf der Zunge, so kann ihr schon der eine oder andere, derbe Wienerische Ausdruck rausrutschen, wenn sich zum Beispiel an der Kasse jemand vordrängt: „Aber was bringt’s, wenn man sich zu viel ärgert!“, scherzt Mary, die nach eigenen Angaben sowieso sehr oft fröhlich ist. Zwei Mal war die passionierte Kartenspielerin verheiratet. Ihr erster Mann war ihre große Jugendliebe und aus dieser Ehe hat sie auch ihren Sohn, auf den sie sehr stolz ist. Ihr zweiter Mann war dann ihre reife Liebe. Deshalb war die Trauer umso größer, als er vor drei Jahren verstarb. Jetzt findet sie, ist die Zeit wieder reif, sich unters Männervolk zu mischen. Ein Star, den Mary seit der Jugend verehrt, ist Hans Moser. Nur optisch sollte der Neue „ein bisserl schöner als der Moser sein,“ lacht sie. Hoffentlich meldet sich über die Sendung ein fescher, g’standener Mann mit einem goldenen Wiener Herz.
Heinz, 44- jähriger Bio-Landwirt aus dem Mühlviertel, seit vier Jahren alleine, wünscht sich eine Frau an seiner Seite, die Lust am Landleben hat und die naturverbunden und tierlieb ist. Sie muss, wenn sie nicht möchte, nicht in der Landwirtschaft helfen oder selbst Landwirtin sein. Er hat alles so eingerichtet, dass er die Arbeiten alleine verrichten kann, aber eine gewisse Liebe zur Materie muss ihrerseits schon da sein. "Ich suche jemanden, der mit meinen Vorzügen und Nachlässigkeiten umgehen kann." Sie soll auch einen eigenen Beruf haben und "erfüllt und unabhängig sein, das ist wichtig!" Heinz hatte eine "sehr tadellose" 10-jährige Beziehung, die daran zerbrach, dass er seinen Kinderwunsch nicht abstellen konnte. Es folgten ein paar Affären, aber nichts Ernstes. Heute ist er der Meinung, wenn die Beziehung harmonisch ist und alles stimmt - man nichts erzwingen muss. Wenn es sich so ergibt, dass er noch Vater wird dann "freut er sich" und wenn nicht, "macht?s auch nix."
Werner, 71-jähriger Pensionist aus OÖ hat jetzt viel Zeit und wünscht sich "eine langjährige Partnerschaft." Seit elf Jahren lebt Werner bereits alleine, er war zwei Mal verheiratet. Seine erste Frau starb an Krebs und mit der Zweiten war es nach 15 Jahren ganz plötzlich aus. "Sie hat sich anders orientiert und ich habe sofort die Scheidung eingereicht." Er hat einen großen Freundeskreis aber mit einer neuen Beziehung wäre doch alles viel schöner. "Gott war in meinem Leben immer die zentrale Figur", Werner hat sich von der Kirche gelöst, ist aber noch immer gläubig. Er ist begeisterter Modellflieger, geht gerne Rad fahren und schwimmen, baden, wandern und in der Früh sehr gerne joggen. Die neue Frau an seiner Seite soll zwischen 50 und 70 Jahre alt sein, sportlich und spontan. Werner kocht sehr gerne und bäckt auch gut, er würde die neue Partnerin verwöhnen und sie auch zum Essen ausführen. "Ich möchte mich wieder verlieben."
Hilde, Pensionistin aus Linz möchte ihr wahres Alter nicht verraten. Sie sucht einen etwas jüngeren Freund, einen unternehmungslustigen Mann, der eventuell auch ein Auto hat. Seit drei Monaten ist Hilde alleine, nach 20 Jahren hat sie ihr Freund für eine Jüngere, von heute auf morgen, verlassen. "Ich bin sehr traurig aber man kann nichts machen." Sie ist viel mit ihrem Hund Maxi unterwegs, manchmal kocht sie noch für ihre Söhne, sie ist nicht einsam und dennoch wäre es schön wieder einen Mann im Haus zu haben. Jünger soll er sein, denn "mit Älteren kann ich nichts anfangen." Der neue Partner soll Verstand haben, bis 60 Jahre alt sein, schlank, keine Glatze haben und soll sich selbst versorgen können. Es ist viel von der Sympathie abhängig. "Ein Blick und man weiß, man g’hört zamm‘." Hilde möchte sich sehr gerne wieder verlieben.
Gertrud, 58-jährige Frisörin i.R. aus Kärnten, hat für das Interview Tracht gewählt. Denn „ein Kärntner Dirndl ohne Dirndl ist kein Dirndl,“ betont sie ihre Wahl. Gertrud hätte eine Bitte. Sie will niemals Trudi, Trude oder Gerti genannt werden. Sie ist und bleibt Gertrud. Gertrud möchte also 2021 mit Hilfe der „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ ihren Traumprinzen finden: „Eigentlich suche ich einen Richard Gere mit Kärntner oder Steirer Dialekt,“ kennt die 58-Jährige ihre Wünsche genau. Eines betont die Frisörin in Pension: „Ein Mann muss wissen, wie er seine Haare richtig frisiert.“ Bei Dates in der Vergangenheit musste die Kärntnerin - die selbst stolz auf ihre wilde Lockenmähne ist - leider feststellen, dass „es bei vielen Herren an der Pflege hapert.“ Getrud hat auch einiges zu bieten, erzählt sie: „Ich bin eine Erscheinung und keine Schlagzeile!“ Sogar im Jogger ist sie noch elegant, findet sie. „Ich gehe gerne gut essen und bevorzuge Champagner oder Prosecco. Aber bitte einen Guten,“ lässt Gertrud die Männerwelt schon mal vor den First-Dates wissen. Auch schwierige Zeiten hat sie in ihrem Leben hinter sich, aber an die will Gertrud jetzt nicht mehr denken: „Ich habe meinen Rucksack ausgeleert und orientiere mich nur noch an der Zukunft.“ Sie will ankommen und mit ihrem neuen Mann gemeinsam bis ans Lebensende gehen: „Ich glaube ganz fest daran. „Liebe Männer, bitte!“ ruft sie allen Herren zu, „meldet euch!“.
"Liebesg´schichten und Heiratssachen", "Ein Sommer ohne Liebesg'schichten ist wie ein Himmel ohne Sterne" findet Nina Horowitz, die das ORF Erfolgsformat seit Juli 2020 als Interviewerin und Gestalterin weiterführt. In insgesamt zehn neuen Folgen werden in gekonnter Manier Menschen bei ihrer Partnersuche porträtiert.Im Bild: Michael, 51-jähriger Betriebsschlosser aus Salzburg, ist ein großer Fan von Zeichentrickfilmen und hat am ganzen Körper bunte Tattoos. Da darf eine Abbildung eines der berühmtesten Liebespaare der Welt nicht fehlen: Mickey und Minnie Maus! Die beiden zieren den sportlichen Oberkörper des Salzburger Bergfexen. Ein perfekter Tag ist für Michael, wenn er früh aufsteht und auf den Berg geht. Das tut er auch an die 200 Tage im Jahr. Noch toller wäre es aber, wenn ihn dabei eine sportliche Nichtraucherin begleiten würde, denkt er sich oft: "Ich liebe die Berge so, wie andere ihr Auto lieben," beschreibt es der Salzburger, und gibt zu, dass er süchtig nach der Bergluft ist: "Von oben ist einfach alles viel schöner. Da hat der Hubert von Goisern schon recht, wenn er davon singt." Nach zwei langen Beziehungen ist Michael jetzt schon zwei Jahre lang allein und vermutet, dass er vielleicht ein bisschen wählerischer geworden ist: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, dass er auch die Richtige findet," zitiert er. Zeichentrick- und Bergliebhaberinnen dürfen sich bei Michael also melden. Er will ihnen auch die schönsten Platzerln in der ganzen Region zeigen.
"Liebesg´schichten und Heiratssachen", "Ein Sommer ohne Liebesg'schichten ist wie ein Himmel ohne Sterne" findet Nina Horowitz, die das ORF Erfolgsformat seit Juli 2020 als Interviewerin und Gestalterin weiterführt. In insgesamt zehn neuen Folgen werden in gekonnter Manier Menschen bei ihrer Partnersuche porträtiert.Im Bild: Sabine, 55 Jahre, Filialleiterin aus der Steiermark, liebt nicht nur gepflegte, kultivierte Männer, sondern auch ihre eigene Schuh-Sammlung. In ihren Spitzenzeiten hat sie sogar mehr als hundert Paar Schuhe gehabt! Sabine weiß, dass manche diese Leidenschaft vielleicht nicht verstehen können: "Ja, ich habe diesbezüglich vielleicht einen Vogel. Es taugt mir aber einfach," lacht sie. Die Steirerin ist auf der Suche nach einem "lieben, netten und coolen Kerl", wie sie es beschreibt: "Mein Traummann sollte nicht kleiner als 1,80m sein, keinen Schnauzer haben und auf keinen Fall rothaarig sein." Wichtig ist Sabine auch, dass der Zukünftige kein "Mama-Typ" ist: "Wenn ein erwachsener Mann noch zu Hause wohnt, dann ist etwas schiefgelaufen, sag? ich immer." Sex-Appeal findet Sabine bei einem Mann wichtig. Und die Erotik soll auch in der neuen Beziehung nicht fehlen. Was die Mitfünfzigerin nervt? "Wenn Menschen mich fragen, warum ich keinen Mann habe." Sabine mag diese Frage nicht, weil sie nur dann einen Mann in ihr Leben lassen möchte, wenn er zu ihr passt: "Ich will keinen Mann, nur um einen zu haben." Es muss schon der Richtige sein: "Ich bin eine verrückte, spontane Person", formuliert es die Grazerin, die auch eine spontane Einladung zu einem Nachmittags-Cappuccino in Kroatien gerne annimmt: "Dann setzen wir uns einfach ins Auto und fahren los. Keine Angst! Das muss aber auch nicht sein," relativiert sie. Ein Kaffee in der Steiermark kann auch köstlich schmecken. Wenn nur der Richtige ihn mit ihr trinkt?
Charly, 70-jähriger Bauführer i.R. aus der Steiermark, hat einen Rat befolgt. Seine Hausärztin hat ihm eine ganz bestimmte Medizin verschrieben: „Bewirb dich endlich bei den Liebesg`schichten. Das ist ja nicht mehr mitanzusehen, dass du keine Frau findest,“ hat sie zu ihm gesagt. Diesen Sommer will Charly seinen Status in Liebesdingen endlich von „Single“ in „verliebt“ ändern. Charlys Traumfrau sollte sich selbstbewusst geben und viel Humor haben: „Denn sonst hält sie mich gar nicht aus,“ ist der Steirer überzeugt. Charly wünscht sich eine „nicht zu voluminöse Nichtraucherin, die keine „Pumpanöllas“ trägt“. Eine weiblich gekleidete Dame soll in Zukunft an seiner Seite sein. Wobei?! Sie darf auch gern nackt sein, betont der FKK-Anhänger. Denn eines vermutet der Oststeirer: „Wer FKK liebt, ist von Natur aus nicht prüde.“ Charlys erste Frau war seine große Liebe. Sie ist sehr jung gestorben. Auch wenn es lange her ist - einmal im Monat besucht er ihr Grab: „Ich bin nicht nur der harte Hund!“ In ihm schlummert auch ein weicher Kern, betont er. Das Malen ist seine große Leidenschaft, auch Fischen geht er sehr gern. Jetzt fehlt Charly nur noch eine Frau, die ihn nimmt, wie er ist: „Es wäre ja möglich, dass irgendjemand in der Weltgeschichte herumsaust, der genauso irre ist wie ich.“
Elke, 61-jährige Beamtin i. R. aus Oberösterreich, liebt ihre Wohnung und ihr buntes Interieur: „Ich liebe Glitzer und Bling Bling. Das Leben ist doch ernst genug, da kann man sich ruhig fröhliche Farben in die Wohnung holen“, strahlt sie. Über die Liebesg’schichten möchte Elke jetzt einen beeindruckenden Mann finden. Genaue Vorstellungen über sein Aussehen hat sie allerdings nicht: „Ob er kleiner oder größer ist, ein bissi fester oder mit vollem Haar, das Wichtigste ist, dass er gute Umgangsformen hat!“ Einen faden Zipf möchte sie definitiv auch nicht an ihrer Seite haben, er soll Spaß verstehen. Er soll sich auch mit sich selbst beschäftigen können, denn „ich will sicher keine Unterhalterin für ihn sein,“, präzisiert Elke im Interview ihre Vorstellungen. Wenn er hin und wieder an kleine Aufmerksamkeiten denkt und ihr liebevoll die Füße massiert, hat er bei der Mode-bewussten Elke schon einen Stein im Brett. Natürlich gab es in ihrem Leben einige Männer, verheiratet war die Oberösterreicherin 27 Jahre lang und aus der Ehe hat sie einen tollen Sohn, erzählt sie. Leider wurde die Beziehung irgendwann eintönig, also trennten sich die beiden: „Ich wollte in meinem Leben noch mal das berühmte Kribbeln spüren.“ Hoffentlich zücken diesen Sommer viele wunderbare Männer ihren Stift und schreiben Elke einen Herz-zerreißenden Liebesbrief. Damit die Romantik wieder den Alltag besiegt.
Dieter, 70-jähriger Außendienstmitarbeiter im Ruhestand aus Tirol, hat in seinem Leben einiges dazu gelernt. Während er früher gemeint hat, dass jede Mutter auch eine schöne Tochter hat, weiß er heute: „Jede Tochter hat eine schöne Mutter!“ Und so macht er sich gemeinsam mit Nina Horowitz auf die Suche nach einer Traumfrau, die genauso fit ist wie er: „Die Berge musst Du schon gern erklimmen, dann wird es mit der Liebe auch bestens stimmen,“ lässt er den Damen schon mal ausrichten. Der gebürtige Deutsche lebt mittlerweile im Tiroler Unterland und fühlt sich dort „pudelwohl“. Nicht nur das Skifahren ist seine große Leidenschaft. Dieter liebt die Filmschauspielerei: „Ich habe als Komparse begonnen und mittlerweile hatte ich schon einige kleine Rollen, unter anderem beim Bergdoktor.“ Früher war Dieter als Außendienstmitarbeiter viel unterwegs. Daran sind auch seine drei Ehen gescheitert, glaubt er im Rückblick. Ob eine vierte Ehe in Frage kommt? „Wenn’s passen würde, würde ich jederzeit wieder heiraten,“ meint Dieter. Er hat zwei Kinder, aber nicht nur das: „Ich kann mit meinen sieben Enkelkindern und vier Urenkelkindern eine ganze Fußballmannschaft aufstellen,“ freut er sich. Für eine perfekte Zukunft fehlt ihm nur eine prachtvolle Frau.
Anita, 59-jährige Außendienstmitarbeiterin aus Niederösterreich, hat ein großes Ziel: „Mit 60 möchte ich unter der Haube sein! Ich habe noch ein Jahr Zeit, also strengt euch an und tummelt’s euch,“ motiviert sie jetzt schon die Männerwelt. Die rothaarige Außendienstmitarbeiterin aus dem südöstlichen Niederösterreich sucht einen lebenslustigen, starken Mann: „Ich hätte gern ein Universalgenie“, ergänzt Anita, denn der Traummann soll Reisepartner, Tanzpartner und Bike-Partner in einem sein. Die Niederösterreicherin liebt „schnelle Autos und g’scheite Motorräder.“ Deshalb darf Anitas Neuer kein Angsthase sein, betont sie: „Er muss ein starker Mann sein. Mir ist ein Tischler oder Mechaniker lieber als ein Buchhalter oder Beamter.“ Auch wenn Anita ihr Motorrad selbst reparieren kann, hätte sie dabei in Zukunft gern männliche Unterstützung. Was sie nicht will, weiß sie auch schon ganz genau: „Ein Pedant geht sich nicht aus, ich bin eine Chaotin.“ Und ein Nörgler darf ihr Partner bitte auch nicht sein, denn damit hat sie allerlei negative Erfahrungen gemacht. Eine große Romantikerin ist sie keine, gibt sie zu. Wer Anita treffen möchte, sollte auf Schnittblumen als Mitbringsel zum ersten Date verzichten, denn: „die gehen ja sowieso bald wieder ein. Aber, keine Angst, es muss auch nicht gleich eine Yucca-Palme sein,“ lacht sie und freut sich auf viele Zuschriften und Rendezvous.
Karl, 87-jähriger Dachdecker in Pension aus der Steiermark, wünscht sich eine neue Partnerin an seine Seite, die einen Führerschein hat, denn er selbst chauffiert nicht mehr so gern. Er ist auch ein wunderbarer Beifahrer, findet er: „Weil mich nichts aus der Ruhe bringt.“ Woher die neue Traumfrau kommt, spielt für ihn keine große Rolle: „Die kann auch aus Tunesien sein.“ Ein Nachbar hat seit kurzem eine tunesische Frau. Und da läuft`s auch blendend, hat Karl gehört. Deshalb könnte er sich eine Grenzen niederreißende Beziehung gut vorstellen. Aber auch Österreicherinnen will er gern eine Chance geben, schmunzelt der 87-Jährige. Der Obersteirer war 56 Jahre verheiratet und lebt - nach dem Tod seiner geliebten Frau - bereits acht Jahre lang allein in seinem großen Haus: „Diese Einsamkeit kann sich niemand vorstellen, der sie nicht erlebt hat,“ schildert er. Aber jetzt hat er sich ein Herz gefasst, um der Liebe noch einmal eine Chance zu geben. Karl sehnt sich schon sehr nach einer herzlichen Umarmung, denn die gab es in den letzten Jahren leider nicht für ihn. Besonders mutig ist er in Liebesangelegenheiten nicht, gibt Karl zu. Aber das wird schon werden, zeigt er sich trotzdem zuversichtlich. Ob die neue Angebetete kurvig, schlank oder vollschlank ist, spielt für den pensionierten Dachdecker keine Rolle. Wenn er sich etwas wünschen dürfte, dann sollte sie schöne Haare haben, denn „die sind die Zierde einer Frau,“ schwärmt Karl. Damen, die sich für Karl bewerben, dürfen sich auf das eine oder andere Ständchen mit der steirischen Harmonika freuen. Und wer weiß, vielleicht bekommt die neue Flamme von ihm sogar ein Herzerl aus Holz geschnitzt.
Valentin, 78-jähriger Arzt i.R. aus Wien, hat von seinen Eltern das Beste aus zwei Welten mitbekommen, erzählt er im Interview. Seine Mutter war sehr empathisch, der Vater ein großer Denker. Beide haben ihn maßgeblich für sein ganzes, weiteres Leben beeinflusst. Nach Valentins Ausbildung zum Lehrer entschied sich der wissbegierige Wiener zu einem Medizinstudium. Mit 65 Jahren arbeitete er sogar einige Monate in einem Spital in Afrika. Valentin machte auch interessante Erfahrungen bei Schamanen in Nordamerika: „Dort habe ich Mannhaftigkeit trainiert. Wir sind die ganze Nacht im Wald gestanden. Und durften uns nicht hinlegen.“ Ob er dadurch tatsächlich mannhaft wurde, weiß er allerdings nicht, schmunzelt der Wiener im Interview selbstironisch. Verheiratet war Valentin schon vier Mal: „Ich habe alle vier Frauen geliebt, aber meine große Liebe war meine letzte Frau“, schwärmt Valentin: „Die Liebe ist und bleibt nicht erklärlich.“ Nach wundervollen 18 gemeinsamen Jahren starb seine Seelenpartnerin. Es folgte eine sehr schmerzhafte Zeit: „Ich bin durch die Hölle gegangen.“ Die Zeit verging, jetzt ist der Wiener wieder bereit für eine neue Beziehung. Empathisch soll sie sein und Valentin will tiefe Gespräche mit der neuen Frau führen. Der 78-Jährige kann sich gut eine Dame ab 50 Jahren vorstellen: „Die muss mich einfach kennenlernen. Dann wird sie feststellen, dass mein Geburtsdatum nicht mit meinem tatsächlichen Alter übereinstimmt“, macht der aktive Valentin für sich selbst Werbung.
Celina, 71- jährige Pensionistin aus Wien 16, will nicht alleine sein. Ihr langjähriger Lebensgefährte ist leider verstorben und hat ihr geraten: "Celina, such? dir wen." Sie hat ihn sehr geliebt, sie hatten die selben Interessen und konnten alles besprechen. Celina hofft, über die Sendung noch einmal so einen tollen Mann kennen zu lernen. "Allein sein ist einfach grauslich." In den 80er Jahren kam sie, nach der Scheidung von ihrem ersten Mann, von Polen nach Österreich und fühlte sich hier vom ersten Moment an willkommen. In Wien hat man sie sehr nett aufgenommen und sie hat in 37 Jahren nie erlebt, dass sie jemand beschimpft hätte. Celina braucht einen Mann, der sie akzeptieren kann, der intelligent ist und der menschlich und nicht cholerisch ist. "Ich will mich freuen, jeden Tag mit ihm zu sein."
Ilse, 71-jährige Programmiererin im Ruhestand aus Wien, hat gerne gearbeitet: „Aber keine Sorge, der neue Mann muss kein Mathematikgenie sein. Ich habe mit meinem Beruf abgeschlossen,“ lacht sie. Schön wäre es, wenn der neue Mann gute Laune in ihr Leben bringen würde, denn Ilse ist derzeit ein bisschen einsam. Vor kurzem ist ihr zweiter Gatte verstorben, und dann auch noch ihr Hund. Die Wienerin hätte gern einen gepflegten, toleranten und ein wenig gebildeten Herr im Leben. Was ihr noch wichtig ist: „Er sollte mindestens genauso groß sein wie ich, also 1,75, aber schön muss er nicht sein.“ Denn ihre Lebenserfahrung hat der 71-Jährigen gezeigt: „Schönheit vergeht!“ Viel wichtiger ist ihr, dass man einander in einer Partnerschaft respektiert: „Wenn er charmant ist, ist das auch kein Nachteil,“ schmunzelt die Wienerin. Sehr sympathisch findet die Wienerin Männer wie Alfons Haider und Gery Keszler: „Der Neue muss ja nicht genauso aussehen, aber die beiden haben so eine positive Ausstrahlung, die mir gefällt.
Elisabeth, 58-jährige kaufmännische Angestellte im Ruhestand aus Oberösterreich, sucht einen Mann, der genauso ist wie sie selbst: Ein lieber, bodenständiger, fürsorglicher Mensch mit einem ganz großen Herzen, zählt sie die Eigenschaften auf: "Aber ich habe das Gefühl, dass die lieben Männer, die zu einer Frau stehen, alle vergeben sind, oder sich vor mir verstecken," fügt die aktive Hobby-Tänzerin aus dem schönen Traunviertel hinzu. In ihren Lieblings-Tanzlokalen hat Elisabeth leider keine passenden Männer kennengelernt: "Ich habe das Gefühl, dass Männer Frauen in schönen Kleidern oft einfach nur als Lustobjekt sehen. Für dreiste Anmachen bin ich nicht zu haben." Aber nicht nur das Tanzen ist eine große Leidenschaft der herzlichen Oberösterreicherin: "Ich könnte stundenlang bügeln," verrät Elisabeth. Ihre neue Flamme sollte ein gepflegtes Auftreten haben. Ist der neue Partner auch noch ein Gentleman, freut sie sich sehr. Ein Star, den Elisabeth umwerfend findet, ist "James Bond" Sean Connery: "Seine Ausstrahlung war der Wahnsinn," schwärmt sie. Ein bisserl könnte er schon so sein. Dafür kümmert sich Elisabeth auch liebend gern um die Bügelwäsche.
Gabriela, 58-jährige Außendienstmitarbeiterin aus Tirol ist bereit für die große Liebe: „Ich bin ein treuer Mensch“ sagt Gabriela. Sex ist ihr in einer funktionierenden Beziehung wichtig: „Der soll so sein, dass es beiden Partnern damit gut geht.“ Aber diesbezüglich ist der Tirolerin Verschwiegenheit wichtig: „Ich hätte nicht gern, dass mein neuer Mann am Stammtisch darüber redet.“ Sie hält es da wie die bedeutende, österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, die einmal gesagt hat: „Wer die Geheimnisse des Bettes verrät, hat die Liebe nicht verdient.“ Gabriela trägt gerne Stöckelschuhe. Deshalb sollte der Zukünftige auch ein bisschen größer sein als sie. Und zum Lachen bringen sollte der neue Traummann die Mutter von zwei erwachsenen Kindern unbedingt auch! Gabriela ist für vieles offen. Vom Burgenland bis über Kärnten oder sogar Südtirol – sie würde überall hinziehen, um mit ihrer Liebe glücklich zu werden. Sie braucht nicht unbedingt die Tiroler Berge vor ihrer Nase, erzählt sie. Schon mit fünf Jahren hat sie von ihrer Oma das Stricken, Häkeln und Spinnen gelernt. Später hat die Außendienstmitarbeiterin für einen Großhändler für Handarbeitsartikel ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Für ein rundum perfektes Leben fehlt ihr jetzt nur noch ein neuer Mann!
Andreas, 59-jähriger Angestellter aus Niederösterreich, sucht eine bezaubernde Frau, die genauso sportlich ist wie er. Rundungen darf sie aber trotzdem mitbringen: "Meine Traumfrau sollte keine Tussi sein!", weiß der Mostviertler genau: "Sie sollte nicht zu geschminkt sein und mehr Zeit vorm Spiegel verbringen, als wir draußen sind." Die Zukünftige sollte auf keinen Fall unordentlich sein und nicht versuchen, ihn umzukrempeln. Auch seine langen Haare - auf die er Jahre lang hingearbeitet hat - möchte der Oberösterreicher behalten dürfen. "Es wäre schön, eine holde Maid zu finden", ergänzt der Mittelalter-Fan, der auch gern in passenden Kostümen Themenfeste besucht. Andreas hatte lange Zeit Angst vor fixen Beziehungen, weil er in einer seiner Ehen betrogen wurde. Damals ist die Welt für den Angestellten zusammengebrochen. Jetzt traut er sich wieder, einen riesengroßen Schritt in Richtung Damenwelt zu machen! Denn eines weiß Andreas genau: "Ich bin nicht für’s Alleinsein gemacht." Deshalb hofft er jetzt, mithilfe der "Liebesg’schichten und Heiratssachen" eine beständige Beziehung zu finden: "Wenn`s nach mir geht, sollte sie mindestens 50 Jahre lang dauern," lacht der Mostviertler.
Heli, 64-jähriger Zuckerbäcker i. R. aus Vorarlberg, wünscht sich eine Frau, die genauso humorvoll ist wie er selbst: „Ich bin tippi-toppi, ich bin der Heli, der Galoppi!“ Diesen Spruch macht der Vorarlberger gern, um zum Beispiel die Stimmung bei diversen Runden aufzulockern. Heli ist ein ambitionierter Hobby-DJ. Das präsentiert er auch in seinem „Liebesg`schichten“-Portrait, wenn sich zu „Bad“ von Michael Jackson in seinem Wohnzimmer die Diskokugel ekstatisch zum Takt bewegt. Der Zuckerbäcker im Ruhestand ist auch ein leidenschaftlicher Tänzer: „Ich hätte eine Freude, wenn meine neue Partnerin mit mir in den Himmel tanzt.“ Auch sonst weiß der 64Jährige genau, was er will: „Ich suche eine Frau, die ruhig auch ein bisschen fester sein kann und auf keinen Fall ein Modepüppchen ist. Sie soll so sein, wie sie ist.“ Außerdem soll die Zukünftige auch seine Katzen akzeptieren. Die sogar ab und zu in sein Bett dürfen: „Aber das kann ich ja dann mit der neuen Frau besprechen,“ lacht Heli. Der Vorarlberger fühlt sich manchmal allein und hat lange gebraucht, bis er den plötzlichen Tod seiner Frau vor sechs Jahren verkraften konnte: „Beim Fernsehen, oder wenn ich ein Gläschen Wein am Balkon trinke, da spüre ich die Einsamkeit.“ Jetzt ist damit genug, findet Heli. Eine neue Frau gehört in sein Leben.