Vom neuen Sehen bis zur femministischen Avantgarde
Im Februar 1968 führt Valie Export Peter Weibel an einer Hundeleine zunächst zu einer Vernissage in der Wiener Galerie St. Stephan, eine Woche später über die Kärntner Straße. Mit ihren Aktionen stellte sie das klassische Rollenverständnis der Frau infrage
Vom neuen Sehen bis zur femministischen Avantgarde
Leonora Carrington zwischen Surrealisten: Die Engländerin aus wohlhabendem Hause entscheidet sich nach ihrem Kunststudium in London gegen das konservative Elternhaus und für ein selbstbestimmtes Leben in Paris.
Die Berliner Künstlerin Sibylle Zeh übermalt "im Reclams Künstlerlexikon" sämtliche Artikel zu männlichen Künstlern und lässt nur die Künstlerinnen stehen: Von ursprünglich 5.000 Einträgen bleiben am Ende 168 übrig - ein Anteil von nicht mal 3,5 Prozent.
Vom neuen Sehen bis zur femministischen Avantgarde
Ein Selbstporträt Kiki Kogelniks in ihrem Studio: Nach ihrem Kunststudium in Wien und einem Aufenthalt in Paris schafft die junge Künstlerin 1961 mühelos den Sprung in das neue kreative Epizentrum: New York.
"Lost Women Art" ergründet die Mechanismen des systematischen Vergessens hochtalentierter weiblicher Schaffender. In zwei Teilen entdeckt die Dokumentation vergessene Künstlerinnen der europäischen Kunstgeschichte neu und schreibt die Kunstgeschichte um.
Die Videoinstallation "Ever is Over All" (1997) von Pipilotti Rist zeigt eine junge Frau beim Einschlagen der Fenster parkender Autos. Eine Polizistin geht freundlich grüßend vorbei. Rist verwandelt einen zerstörerischen Impuls in eine kathartische Geste.