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120

Sündenbabel Berlin

Metropole des Verbrechens 1918-1933
D, 2017–

Sündenbabel Berlin
ZDF/Ross-Verlag
  • 120 Fans
  • Serienwertung0 33770noch keine Wertungeigene: –

Sündenbabel Berlin Episodenguide

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  • Zeichenerklärung: S StaffelE Episode Stream im TV

Staffel 2

  • 3.201Glamour und Charleston
    Es sind die goldenen Jahre in Berlin. Tagsüber wird in großen Fabriken geschuftet, nachts in Bars und Varietés gefeiert und gezecht. Doch das Leben in der Stadt hat auch Schattenseiten. Filmbranche und Nachtleben boomen, aber auch das Verbrechen. Ein Mord im Luxushotel "Adlon" wenige Wochen nach Ausrufung der Weimarer Republik und eine falsche Zarentochter: Das sind nur zwei der Kriminalfälle, die die Berliner Polizei vor Rätsel stellen. Zwischen Vergangenheit und Moderne, gebeutelt von Wirtschaftskrise und Hyperinflation, ist Berlin eine zerrissene Stadt. "Sündenbabel Berlin" spiegelt die zum Bersten gespannte Stimmung der 1920er-Jahre wider - den Tatendrang der jungen Berliner Generation, aber auch den Druck der rasant wachsenden Metropole. So schwer sich die Deutschen noch mit der jungen Demokratie der Weimarer Republik tun, so ausgelassen stürzen sie sich in die neue Freiheit. In keiner anderen Metropole wird so ausgelassen gefeiert wie in Berlin. Alkohol, Kokain und Heroin stehen hoch im Kurs, Prostitution ist allgegenwärtig. Flucht aus dem harten Alltag finden die Berliner auch in der Traumfabrik: Das Kino feiert große Erfolge, deutsche Stars wie Marlene Dietrich und die Tänzerin Anita Berber werden Ikonen.
    Spiegel Geschichte, 23.01.2020
  • 4.202Rausch und Untergang
    In den 20ern ist Berlin eine der größten Städte der Welt, eine Metropole des Fortschritts und des Exzesses. Auch die Berliner Unterwelt blüht auf - und übt auf viele eine große Faszination aus. Berlin ist auch eine Metropole der Filmindustrie. In den Studios entstehen Meisterwerke wie "Nosferatu" oder "Metropolis". Die Filmschaffenden entwerfen neue Welten - während ihre eigene untergeht. Das Ende der Weimarer Demokratie wirft seine Schatten voraus. Verbrechen beschäftigen die Stadt - und werden politisch ausgeschlachtet, etwa im Betrugsfall der drei Sklarek-Brüder. Die Sklareks, Söhne eines russisch-jüdischen Einwanderers, kennt damals jeder Berliner als sagenhaft reiche Unternehmer. Mit ihrer Kleidervertriebsgesellschaft statten sie das Personal in Stadtbetrieben, Feuerwehr, Polizei und Krankenhäusern mit Berufsbekleidung aus. Die Einnahmen sprudeln, doch die Sklareks haben teure Hobbys: Pferderennen, verschwenderische Partys und mehr. Zu Gast sind hier auch Parteifunktionäre. Es ist ein luxuriöses Leben - bis einem Buchhalter Ungereimtheiten auffallen. Die Sklareks haben 13 Millionen Mark Schulden. Die Berliner erfahren aus der Zeitung, wie die Sklareks ihren sagenhaften Betrug organisiert haben: mithilfe von Schmiergeldzahlungen, unter anderem an einen Stadtrat, einen Bankdirektor und an die Frau des Oberbürgermeisters Böß. Eines der größten Gerichtsverfahren der Weimarer Zeit beginnt - mit 100 000 Reichsmark Prozesskosten. Der Fall Sklarek ist für die aufstrebenden Nationalsozialisten ein gefundenes Fressen. Dass einzelne SPD-, KPD- und liberale Politiker darin verwickelt sind und sich haben schmieren lassen, werten sie als Beweis, dass die Demokratie insgesamt ein korruptes, untaugliches System sei.
    Spiegel Geschichte, 25.01.2020