Auf dem ersten Blick ist Ötigheim ein Dorf in der Rheinebene wie Dutzende andere: 4.500 Einwohner, acht Gasthäuser, eine Grund- und Hauptschule, S-Bahnhaltestelle. Doch in einem Punkt unterscheidet sich Ötigheim nicht nur von seinen Nachbargemeinden, sondern auch von fast allen Dörfern Deutschlands. Fast jeder Einwohner hier hat einen Nebenberuf: Schauspieler oder Bühnentechniker. Denn: Hier steht die größte deutsche Freilichtbühne, die Volksschauspiele Ötigheim, 1906 vom Ortspfarrer Josef Saier gegründet. Seitdem pilgern - Sommersaison für Sommersaison - bis zu 100.000 Besucher zu den Vorstellungen, eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Denn was in Ötigheim passiert, klingt wie ein Patentrezept gegen Phänomene wie Landflucht oder Dörfersterben: Die Einwohner haben etwas, was sie zusammenhält. Eine der Hauptaufgaben eines jeden Ötigheim-Regisseurs ist es zum Beispiel, so viele Ötigheimer wie möglich in die Inszenierungen einzubinden als Reiter, Balletteusen, Chorsänger Kostümschneider, Bühnenbildner, Inspizienten, Platzanweiser oder Kartenvorverkäufer.
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