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Der Tod kam als Freund

D, 1991
Der Tod kam als Freund
Bild: ZDFtheaterkanal
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Filminfos

In einem großen süddeutschen Chemiebetrieb gibt es merkwürdige Pannen in der Datenverarbeitung. Ein Hacker hat sich in das Computersystem eingeschlichen und zum Beispiel statt 100 Rhesusaffen 9999 bestellt oder allen Sekretärinnen 500 Mark mehr überweisen lassen. Ein Witzbold vielleicht, aber doch gefährlich. Generaldirektor Korten beauftragt mit dem Fall Privatdetektiv Selb aus Mannheim. Die Herren kennen sich seit ihrer Jugend und waren sogar verschwägert. Dass sich die Freundschaft inzwischen etwas abgekühlt hat, liegt nicht zuletzt an den verschiedenen Berufswegen. Selb löst den Fall. Er stellt fest, dass ein Heidelberger Institut zur Messung der Luftverschmutzung mit den Computern des Werks vernetzt wurde. Mischkey, ein junger Wissenschafter dort, ist wiederum mit Kortens Sekretärin Buchendorf eng befreundet. Selb stellt Mischkey eine Falle, und fast tut es ihm leid, den originellen Hacker ausschalten zu müssen. Wenig später fällt Mischkey einem rätselhaften Autounfall zum Opfer: Ohne Not ist er nachts mit seinem Wagen in ein Brückengeländer gerast und in die Tiefe gestürzt. Selb fallen einige Merkwürdigkeiten auf, die nicht in das Bild eines normalen Verkehrsunfalls passen. Auch Judith Buchendorf, Mischkeys Freundin, berichtet von einer unerklärlichen Panikstimmung Mischkeys wenige Tage vor dem Unfall. Selb recherchiert auf eigene Faust weiter und entdeckt nicht nur, dass das Heidelberger Institut die Abgaswerte des Werkes industriefreundlich manipuliert, sondern auch, dass Mischkey gezielt Informationen über das Werk und vor allem über Generaldirektor Korten gesammelt hatte. Die Spuren führen Selb zurück in die Vergangenheit, in die von Korten, aber auch in seine eigene, als er selbst, ein junger und forscher Staatsanwalt im Dritten Reich, einen herausragenden Chemiker des Werkes zum Tode verurteilen ließ. Stück für Stück wird für ihn deutlich, dass er damals wie heute von Korten manipuliert worden war. Die Anklage gegen den Chemiker hatte sich auf eine erpresste Denunziation gestützt, und Mischkeys Tod war keinesfalls ein Unfall, sondern ein genial geplanter Mord. Die junge Münchner Autorin Ulli Stephan hat nach dem Roman "Selbst Justiz" von Bernhard Schlink und Walter Popp das Drehbuch erarbeitet. Schlink und Popp, beides Juristen, haben aus einem Hackerfall ein spannendes Geflecht von Verstrickungen entwickelt, einen ungewöhnlichen Kriminalfall, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen.
(ZDFtheaterkanal)
Rubrik: Krimi

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