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Die drei Gerechten
A, 2021
5 Fans- Wertung0 157227noch keine Wertungeigene: -
Filminfos
Der Film erzählt davon, wie drei Wiener - Oswald Bouska, Julius Madritsch und Raimund Titsch -, die anfangs den Nationalsozialismus mitgetragen haben, zu entschlossenen Nazigegnern werden. Nicht nur der Österreicher Oskar Schindler rettet Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit in Polen: Auch der Wiener Julius Madritsch bewahrt in Krakau Hunderte jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod. In seiner kriegswichtigen Uniformschneiderei verschafft er sogar ungelernten Personen einen Job und hilft anderen bei der Flucht aus dem Krakauer Getto. Das gelingt Madritsch aber nur, weil zwei andere Wiener ebenfalls Kopf und Kragen riskieren: sein Stellvertreter Raimund Titsch und der SS-Wachmann Oswald Bouska, der sich in Krakau, angewidert von der tödlichen Praxis des NS-Rassenwahns, zu einem radikalen Gegner der Nazis wandelt. Im März 1943 erfährt Bouska von dem Plan des sadistischen SS-Kommandeur Amon Göth, bei der Räumung des Gettos von Krakau alle noch nicht arbeitsfähigen Zwangsarbeiterkinder ermorden zu lassen. Somit schweben auch die Kinder der Madritsch-Beschäftigten in Lebensgefahr. Bouska schmuggelt daher in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zahlreiche Familien mit Kleinkindern aus dem Getto in die nahe gelegene Madritsch-Fabrik. Da Bouska auch Kontakt zu polnischen Familien hat, gelingt es ihm, einige von ihnen zu überreden, vom Tod bedrohte Kinder aufzunehmen. Familien oder jene Kinder, die nicht bei Pflegeeltern unterkommen können, werden ins polnisch-slowakische Grenzgebiet gebracht, damit sie sich von dort nach Ungarn durchschlagen können. Die mutigen drei Gerechten Oswald Bouska, Julius Madritsch und sein Wiener Geschäftsführer Raimund Titsch begeben sich selbst in Lebensgefahr, doch Rettung ist dennoch nicht für alle möglich. So landen viele "Madritsch-Juden" nach der Getto-Räumung in Plaszow, einem Konzentrationslager für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Krakau. Im KZ Plaszow setzt ein neuerliches Tauziehen um Menschenleben ein. Madritsch möchte am Gelände des Konzentrationslagers eine Firma errichten und seine Arbeiterschaft dort solange beschäftigen, bis die sowjetische Armee eintrifft und das Lager befreit. Die SS hingegen will seine Arbeiter deportieren, sobald Madritsch weniger Aufträge erhält. Ein zermürbender Nervenkrieg beginnt, von dem Julius Madritsch und Raimund Titsch ebenso wie von den traumatisierenden Ereignissen in Polen ihr ganzes Leben lang gezeichnet bleiben sollten. Oswald Bouska erlebt die Befreiung durch die Rote Armee nicht mehr. Er fliegt auf und wird 1944 im KZ Groß-Rosen erschossen. Nach Kriegsende dauert es lange, bis der Einsatz der österreichischen Menschenretter gewürdigt wird. 1964, zu einer Zeit, als in Österreich die Mitverantwortung an den Naziverbrechen noch weitgehend verdrängt wird, werden die drei in Israel (Bouska posthum) zu "Gerechten unter den Völkern" ernannt. In Österreich bleibt das weitgehend unbemerkt. Obwohl der mutige Einsatz der drei Männer dem von Oskar Schindler in nichts nachsteht, sind Madritsch, Titsch und Bouska weitgehend vergessen. Keine Straße, kein Platz und keine Wohnsiedlung hat man bisher nach ihnen benannt. Eindrucksvolles Gewicht bekommt die Dokumentation von Georg Ransmayr durch Interviews mit den letzten jüdischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die Madritsch, Titsch und Bouska noch in Krakau erlebt haben. Nachgezeichnet werden die Ereignisse auch durch bisher nie gezeigte Fotos und Dokumente aus internationalen Archiven und dem Nachlass von Julius Madritsch. Gedreht wurde in Österreich, Israel und Polen. In Polen konnte Ransmayr mit Kameramann Werner Veits auf dem Areal des einstigen Konzentrationslagers Groß-Rosen und auf dem Gelände des ehemaligen KZ Plaszow drehen, wo auch der Kinoklassiker "Schindlers Liste" spielt.
(3sat)
Daten
Länge: ca. 53 min.
| Deutsche TV-Premiere | Di, 30.01.2024 (3sat) |
| Originalsprache: | Deutsch |
gezeigt bei: Menschen & Mächte (A, 2007 – )
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Cast & Crew
![Matthias Euba]()
- Regie: Georg Ransmayr
- Drehbuch: Georg Ransmayr
- Produktion: Richard Mahr, Tom Matzek
- Produktionsauftrag: ORF
- Produktionsfirma: ORF
- Kamera: Werner Veits, Hannes Drapal, Klil Leon, Yossi Leon
- Schnitt: Peter Krieg
- Ton: Rene Schuh, Klil Leon, Yossi Leon, Georg Grömer, Markus Ott, Florian Camerer
- Redaktion: Andreas Novak
Die drei Gerechten Streams
"Die drei Gerechten" ist als Video/Stream erhältlich:
Deutsch 1080p
Streaming-Daten in Zusammenarbeit mit via JustWatch.
im Fernsehen
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Bilder
Beim Schnitt der Doku (v.l.n.r.): Georg Ransmayr (Regie), Peter Krieg (Schnitt).Bild: © ORF
Interview Israel Zeitzeugin mit Erna Fridman: Yossi Leon (Kamera, li.), Nikolaus Wildner (ORF-Producer Tel Aviv, mi.), Erna Fridman (re.).Bild: © ORF
Beim Schnitt der Doku (v.l.n.r.): Georg Ransmayr (Regie), Peter Krieg (Schnitt).Bild: © ORF
Vor der ehemaligen Göth-Villa in Plaszow: Werner Veits (Kamera).Bild: © ORF
Julius Madritsch Fabrik in Krakau (ca. 1942).Bild: © ORF/Privat
Interview Winfried Garscha DÖW, Wien: Winfried Garscha (li.), Georg Ransmayr (re.).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Jüdischer Friedhof Tarnow: Werner Veits (Kamera), Georg Ransmayr (Regie)Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Beim Dreh im KZ Groß-Rosen: Werner Veits (Kamera).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Liste der Madritsch-Arbeiter, die 1944 bei Oskar Schindler untergekommen sind.Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Scheunenmaler Andrejkow, Lesko: Werner Veits (Kamera), Arkadiusz Andrejkow (Maler).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Denkmal für die Opfer des KZ Plaszow in Krakau.Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Vor der ehem. Madritsch-Fabrik: Marta Grudzinska (Producerin), Georg Ransmayr (Regie).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Dreh Gedenkbild Kinderrettung: Georg Ransmayr (Regie), Werner Veits (Kamera), Arkadiusz Andrejkow (Maler), Rene Schuh (Ton).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Ansicht KZ Groß-Rosen.Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Interview Gerhard Madritsch: Georg Ransmayr (Regie, li.), Gerhard Madritsch (re.).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Das Filmteam in Krakau (v.l.n.r.): Rene Schuh (Ton), Georg Ransmayr (Regie), Marta GrudzinskaBild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Das Team im KZ Groß-Rosen: Rene Schuh (Ton), Georg Ransmayr (Regie), Werner Veits (Kamera).Bild: © ORF/Ing. Rene Schuh
Näherin aus einem Ghetto.Bild: © ORF/National Archives USA
Signation - "Die Drei Gerechten".Bild: © ZDF und ORF
Julius Madritsch (ca. 1940).Bild: © ORF/Privat
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