Hamburg, Mai 1939. Der erfahrene Kapitän Gustav Schröder wird von der Reederei HAPAG kurzfristig zu einer Sonderfahrt der "MS St. Louis" in Richtung Kuba einbestellt. Das Besondere sind die Passagiere: mehr als 900 jüdische Flüchtlinge, die aus Nazi-Deutschland fliehen und in der Ferne einen Neuanfang wagen wollen. So ist auch der jüdische Arzt Walter Stern seit vier Monaten auf Kuba und wartet nun sehnsüchtig auf die Ankunft der "St. Louis" mit seiner Frau Martha und Sohn Leo an Bord. Obwohl Kapitän Schröder erklärt, dass die Passagiere rechtmäßig für die Fahrt bezahlt haben und demnach anständig behandelt werden sollen, liegt Spannung in der Luft. Auch unter den Besatzungsmitgliedern finden sich treue Parteianhänger, die mit der Einstellung des Kapitäns nicht einverstanden sind. In Kuba angekommen, folgt dort der große Schock. Die kubanischen Einreisebestimmungen haben sich geändert und die Visa, für welche die Passagiere alles aufgegeben haben, werden nicht anerkannt. Vom Hafen aus sieht Walter Stern verzweifelt seine Familie auf dem Schiff, die dieses allerdings nicht verlassen darf. Viele Menschen teilen dieses Schicksal und Unruhe macht sich breit. Kapitän Schröder setzt alles daran, den jüdischen Gästen bei der Einreise zu helfen, doch auch ihm sind die Hände gebunden. Nach militärischen Drohungen muss die "St. Louis" den Hafen Havannas verlassen und die Irrfahrt beginnt. Die USA, Kanada, alle verweigern die Einreise. Die Stimmung kippt, der Treibstoff wird knapp, Pläne von Meuterei und Suiziddrohungen häufen sich. Die Passagiere der "St. Louis", die "Ungewollten", wollen trotz Anordnung der Reederei auf keinen Fall zurück nach Deutschland und Kapitän Schröder muss eine Entscheidung treffen. Zeitzeugen, die als Kinder mit an Bord waren, erinnern sich an ihre Reise auf der "St. Louis", an die Fahrt ins Ungewisse, geprägt von Verzweiflung und Hoffnung.
(arte)
Der vielfach prämierte Ulrich Noethen glänzt hier in der Hauptrolle des Kapitäns Gustav Schröder. Die lange Liste seiner Auszeichnungen weist unter anderem den Gewinn der Goldenen Kamera (2006) als bester deutscher Schauspieler für "Die Luftbrücke", "Silberhochzeit" und "Der Boxer und die Friseuse" auf. Beim Bayerischen Filmpreis bekam er 2002 für "Das Sams" den Darstellerpreis, 2009 und 2010 wurde er im Ensemble mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Regie führte Ben von Grafenstein, der sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg mit dem Film "Blindflug" (2007) abschloss, seinem Kinodebüt. Darin spielte auch Britta Hammelstein mit, die in "Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis" die Rolle der Martha Stern übernommen hat.
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Auch unter der Besatzung des Schiffes finden sich treue Anhänger der NS-Politik: Otto Hendrich (Florian Panzner, re.), ein Steward an Bord der "St. Louis", ist den Passagieren alles andere als wohlgesonnen.
Ulrich Noethen als Kapitän Gustav Schröder. Dank seiner Umsicht und Zivilcourage kann eine größere Katastrophe verhindert werden. Das Schiff muss keinen deutschen Hafen ansteuern, sondern kann in Antwerpen ankern.
Schröder (Ulrich Noethen) lässt nichts unversucht, um seine Passagiere zu retten. Er nimmt Kontakt zum kubanischen Präsidenten Bru auf, entwickelt Pläne, die „St. Louis“ an der englischen Küste an Land zu setzen, verhindert eine Meuterei der Passagiere an Bord.
Schröder (Ulrich Noethen) lässt nichts unversucht, um seine Passagiere zu retten. Er nimmt Kontakt zum kubanischen Präsidenten Bru auf, entwickelt Pläne, die „St. Louis“ an der englischen Küste an Land zu setzen, verhindert eine Meuterei der Passagiere an Bord.
In einer Zeit, in der Solidarität und Menschlichkeit wichtiger denn je sind, zeigt Kapitän Gustav Schröder (Ulrich Noethen) immer wieder Umsicht und Zivilcourage. Doch die rund 900 jüdischen Passagiere der "St. Louis" werden von keinem Land aufgenommen.