Weltweit ziehen sich Gletscher immer schneller zurück. Forschende versuchen zu verstehen, warum sich dieser Prozess beschleunigt - und schlagen Alarm. Die Dokumentation begleitet Wissenschaftler, Diplomaten, Politiker und Bürger, um die Herausforderungen des Gletscherschwunds zu verstehen. Gletscher gehören zu den verlässlichsten Klimaindikatoren der Natur. Bis 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Welterbe-Gletscher infolge der Erderwärmung verschwunden sein. Die Schmelze destabilisiert Gebirgszüge und bedroht die Wasserversorgung von zwei Milliarden Menschen. Ohne Gletscher geraten Landwirtschaft, Industrie und Energieversorgung unter Druck - in Europa ebenso wie in den Anden und im Himalaja. In Zentralasien führt Wasserknappheit bereits heute zu politischen Spannungen. Doch betroffen sind nicht nur Hoch- und Gebirgslagen, denn Gletscher regulieren das Klima weltweit. Ihr Rückzug verändert Meeresströmungen, beschleunigt den Anstieg des Meeresspiegels und führt zu dramatischen Veränderungen der globalen Ökosysteme. Angesichts der akuten Bedrohung kalter Klimazonen riefen Uno und Unesco die Aktionsdekade der Kryosphärenwissenschaften (2025-2034) aus. Der Bergsturz des Birchgletschers im Schweizer Blatten im Mai 2025 war der Auslöser für Pierre-Olivier François und Judith Rueff, sich intensiv mit der Gletscherkrise zu befassen. Ihr Film untersucht die Folgen eines unwiederbringlichen Gletscherschwunds. 3D-Animationen und Karten machen das globale Ausmaß sichtbar. Spektakuläre Aufnahmen unter Extrembedingungen würdigen die fragile Schönheit der Eisriesen.
(arte)
Daten
Länge: ca. 89 min.
| Deutsche TV-Premiere | Di, 03.03.2026 (arte) |
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Cast & Crew
- Regie: Pierre-Olivier François, Judith Rueff













