Windsor, Ascot, London - das royale Dreieck Großbritanniens ist das Revier von Tiertherapeut Roger Mugford. Er kann denken wie ein Vierbeiner und so ist es kein Wunder, dass während seiner 40-jährigen Praxis auch einmal Königin Elizabeth II. nach ihm hat rufen lassen. Wie kann man Hunde therapieren? Mugford hat einige Tipps. Das Leben im Hochland von Äthiopien ist für viele Bauern ein täglicher Überlebenskampf, auch im Bergdorf Sona auf 3.500 Meter Höhe. Hier, inmitten des Simien-Mountains-Nationalparks, müssen sich die Menschen das Land mit Primaten teilen: den gefräßigen Dscheladas. Wie Heuschrecken fallen die Affen über die Kornfelder her. Aber Dscheladas stehen unter strengem Naturschutz. "Geo Tour" war bei der Ernte mit dabei. Nur noch etwa 3.000 Wildesel ziehen im riesigen Altyn-Emel-Nationalpark in Kasachstan umher. Um dem Aussterben entgegenzuwirken, sollen in einer spektakulären Aktion Kulane eingefangen und mit dem größten Transporthubschrauber der Welt in die zentralasiatische Torgai-Steppe geflogen werden. Dort sollen sie wieder angesiedelt werden. Jeder kleinste Fehler kann dabei für die hochsensiblen Tiere tödlich ausgehen. Auf den Hebriden, vor der Nordwestküste Schottlands, weht meist ein frischer Wind. Die Menschen hier sind kälteresistent, auch dank ihrer besonderen Kleidung, die von der Wolle der heimischen Blackface-Schafe geliefert wird. Inspiriert von den Farben der Landschaft ist Harris Tweed der Aristokrat unter den Tweeds, seit Jahrhunderten auf den Inseln gewebt. Mit Harris Tweed zelebriert man heute einen Lebensstil. Rund 200 Frauen und Männer weben wieder Tweed - ausschließlich in Heimarbeit. Denn das ist die Bedingung für den Erhalt einer Lizenz. "Geo Tour" hat die Insel und ihre Weber besucht.
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Rebecca Hutton ist auf der Suche nach einem neuen Muster. Die 35jährige Weberin will etwas Neues versuchen, abseits der gängigen Muster, die ihre Landsleute auf den heimischen Webstühlen für die großen Spinnereien der Insel herstellen. Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich der raue Wollstoff, der Landwirte und Fischer vor Nässe und Kälte schützte, zum noblen Tuch der britischen Aristokratie. Bis in die 1960er Jahre herrschte Hochkonjunktur. Danach geriet der Stoff in Vergessenheit. 2006 war beinahe Schluss. Harris Tweed konnte mit Billigtextilien aus Fernost nicht mehr mithalten. Viele Bewohner mussten die Inseln verlassen, um anderswo Arbeit zu finden. Heute steht langlebige und nachhaltige Ware wieder hoch im Kurs. Clò-Mòr, das große Tuch, wie Harris Tweed auf Gälisch heißt, ist gefragt. Rebecca Hutton ist deshalb auf ihre Heimatinsel zurückgekehrt. Ihre Eltern waren keine Weber. Dass sie heute aber das Erbe ihrer Großeltern wieder aufnehmen kann, bedeutet ihr viel. Wie alle Weber*innen arbeitet sie zuhause. So ist es vorgeschrieben. Der Name Harris Tweed ist seit 1993 per Gesetz geschützt. Der Stoff muss aus reiner Schurwolle sein, das Garn darf nur auf den Äußeren Hebriden gesponnen und gefärbt werden. Größter Kunde ist Großbritannien für klassische Sakkos und Interieur Design. Aber auch Japan, mit einer Vorliebe für Accessoires in grellen karierten Stoffen, hat einen Anteil am Aufschwung von Harris Tweed. Der Einfluss Pariser Modehäuser hat die Popularität zusätzlich enorm gesteigert. Um das Interesse an ihrem Stoff aufrecht zu erhalten, müssen die Weber*innen immer wieder neue Märkte erschließen. Unter anderem mit neuen Mustern. Rebecca Hutton hat gefunden, was sie sucht. Nun muss sie es nur noch schaffen, das komplizierte alte Muster neu zu weben.
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