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"Jurassic Park"-Star Sam Neill ist tot

von Christopher Diekhaus in Vermischtes
(13.07.2026, 13.22 Uhr)
Neuseeländischer Darsteller stirbt unerwartet im Alter von 78 Jahren
Sam Neill (1947 - 2026)
IMAGO/AFF-USA
"Jurassic Park"-Star Sam Neill ist tot/IMAGO/AFF-USA

Sam Neill, der als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs Dino-Blockbuster  "Jurassic Park" weltweite Bekanntheit erlangte, ist im Alter von 78 Jahren in Sydney gestorben. Das verkündete seine Familie am heutigen Montagmorgen auf seinem Instagram-Account. Der Tod des neuseeländischen Schauspielers kommt überraschend, hatte der in den letzten Jahren mit Leukämie kämpfende Kino- und Fernsehstar doch im April 2026 öffentlich gemacht, dass er krebsfrei sei. Wie seine Angehörigen in ihrem Statement betonen, habe sich bis zu seinem Ableben daran nichts geändert.

Geboren wurde Nigel John Dermot Neill, so sein richtiger Name, 1947 als Sohn einer englischen Mutter und eines neuseeländischen Vaters in Nordirland. Im Jahr 1954 zog die Familie nach Neuseeland, wo der Schauspieler die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und auch ein Weingut betrieb. Schon während der Schulzeit nannte er sich selbst Sam, unter anderem, weil es mehrere Jungen in seinem Umfeld mit dem Namen Nigel gab. Neills Interesse für die Bühne begann zur Zeit seiner Universitätslaufbahn, bei der er sich in verschiedenen Bereichen ausprobierte. Immer wieder trat er in Hochschulproduktionen auf.

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Sein Debüt im neuseeländischen Fernsehen gab Sam Neill 1971 mit dem Film "The City of No". In der Folge wechselte er regelmäßig zwischen dem kleinen Bildschirm und der großen Leinwand. Neben der australischen Seifenoper  "Die Sullivans" stehen am Anfang seiner Schauspielkarriere auch Kinowerke wie "Landfall",  "Schlafende Hunde" und "Meine brillante Karriere" in seiner Vita.

International fand Neill ab den frühen 1980er-Jahren Beachtung, etwa in Andrzej Żuławskis kultigem Body-Horror-Streifen  "Possession" und dem Fernsehfilm  "Ivanhoe". Im gleichen Jahrzehnt wirkte er auch in den Miniserien  "Reilly - Spion der Spione" und  "Amerika" mit. Nach Roger Moores Abgang als James Bond gehörte der neuseeländische Mime überdies zum Kandidatenkreis für die Rolle des berühmten Agenten, hatte nach dem Vorsprechen aber gegenüber Timothy Dalton das Nachsehen.

Bevor Neill mit Steven Spielbergs wegweisendem Actionabenteuer "Jurassic Park" im Jahr 1993 endgültig zu einer Leinwandgröße aufstieg, war er in mehreren prominenten Filmen zu sehen, beispielsweise im Tatsachendrama  "Ein Schrei in der Dunkelheit" neben Meryl Streep, im Thriller  "Todesstille" an der Seite von Nicole Kidman, im Actionreißer  "Jagd auf Roter Oktober", in Wim Wenders' Regiearbeit  "Bis ans Ende der Welt" und in Jane Campions Cannes-Gewinner  "Das Piano". Die Rolle des Alan Grant aus "Jurassic Park" bekleidete Neill auch in  "Jurassic Park III" und im 2022 veröffentlichten, bislang vorletzten Reihentitel  "Jurassic World: Ein neues Zeitalter".

Neben zahlreichen Kinoengagements, darunter  "John Carpenters - Die Mächte des Wahnsinns",  "Restoration - Zeit der Sinnlichkeit",  "Event Horizon - Am Rande des Universums",  "Der Pferdeflüsterer",  "The Hunter",  "Escape Plan",  "Wo die wilden Menschen jagen",  "The Commuter" und  "Peter Hase", übernahm der vielseitige, auf kein Genre festgelegte Neuseeländer ab Mitte der 1990er-Jahre auch weiterhin große und kleine Fernsehrollen. Zu den populärsten Produktionen gehören der Zweiteiler  "Merlin", in dem er den Titelhelden verkörperte, die Miniserie  "To the Ends of the Earth", das süffige Historiendrama  "Die Tudors", die Daniel-Defoe-Verfilmung  "Crusoe", die Mystery-Geschichte  "Alcatraz" und die Gangstersaga  "Peaky Blinders - Gangs of Birmingham", die ihn in den ersten beiden Staffeln als Chester Campbell zeigte.

In den letzten Jahren hatte Sam Neill unter anderem einen schockierenden Gastauftritt in der Science-Fiction-Serie  "Infiltration", spielte in  "Apples Never Fall" und dem Netflix-Hit  "Untamed" mit und schlüpfte für drei Staffeln in die Hauptrolle im australischen Anwaltsthriller  "The Twelve". Seine Autobiografie "Did I Ever Tell You This?" erschien erstmals 2023. Der Darsteller hinterlässt drei leibliche Kinder, eine Adoptivtochter und - Stand 2023 - acht Enkel, die er gerne noch etwas länger hätte aufwachsen sehen wollen, wie er im April 2026 in einem Interview mit dem australischen Sender 7News erzählte.



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Leserkommentare

  • RalphiG schrieb am 13.07.2026, 14.04 Uhr:
    R.I.P Sam!