Mai 1934. Das 14-jährige Millionärssöhnchen Harvey Cheyne, jr. (Kenny Vadas) befindet sich mit seinem Rechtsanwalt Arthur Wade (Robert Wisden) auf der Überfahrt von New York nach England, wo er eine Eliteschule besuchen soll. Der verwöhnte Junge, von klein auf Vollwaise, traktiert nicht nur Wade, sondern auch Mannschaft und Passagiere. Dann passiert das, was Harvey gerade erst aus Übermut mit einer Strohpuppe vorgetäuscht hat, er fällt über Bord. Doch diesmal bemerkt es niemand. Zu seinem Glück fischt ihn der Fischer Manuel (Colin Cunningham) aus dem Wasser und bringt ihn an Bord des Fischfangschiffes von Käpt´n Matthew Troop (Robert Urich). Anstatt dankbar für seine Rettung zu sein, glaubt Harvey „als reichster Mann der Welt“ auftrumpfen und Troop samt seiner Crew Befehle erteilen zu können. Doch damit ist der Junge beim Käpt´n an die falsche Adresse geraten. Für Harvey heißt das, er muss drei Monate an Bord bleiben und einschließlich Essen und Koje für 10 Dollar 50 pro Monat arbeiten. Dan (Kaj-Erik Eriksen), nur wenig älter als Harvey und Sohn des Kapitäns, hilft ihm, sich auf dem Schiff einzuleben und mit der Arbeit zurechtzukommen. Dan und Harvey werden Freunde. Doch der Käpt´n bleibt zu Harveys Kummer streng und abweisend. Matthew Troop will und kann den Jungen erst dann akzeptieren, wenn er es gelernt und begriffen hat, von Herzen „Danke“ zu sagen. Doch dann ist er da, dieser Tag. Und er scheint zum glücklichsten in Harveys Leben zu werden: Der Käpt´n gibt ihm ein eigenes Ruderboot und mit Dan hat er einen Partnerschaftsvertrag besiegelt. Doch der Tag entwickelt sich zum traurigsten. Dan ertrinkt beim Fischfang, als er dem Fischer Little Penn (Robert Thurston) das Leben rettet, und der Käpt´n verwünscht ihn als Jonas, den Unglücksboten. Und doch gibt Dans Tod Harvey und Käpt´n Troop eine Chance für die Zukunft.
(MDR)
Neuverfilmung eines Romans von Rudyard Kipling, den schon 1937 Victor Fleming mit dem Titel „Manuel“ erfolgreich in Szene setzte. Michael Anderson hat die Kipling-Vorlage in stimmungsvollen Bildern umgesetzt und mit einer aussagestarken Crew vor der Kamera zu einem eindrucksvollen und bewegenden Film gemacht.
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