In Köln zieht im Jahre 1212 ein Knabe namens Nikolaus Tausende von Kindern und Jugendlichen mit fanatischen Reden in seinen Bann: Sie seien auserwählt, Jerusalem zu befreien. Das Mittelmeer werde sich vor ihnen teilen und trockenen Fußes würden sie das Heilige Land erreichen. Zur gleichen Zeit gelingt es dem jungen Schäfer Stefan im französischen Cloyes-sur-le-Loir, mit gleichlautenden Versprechungen Scharen unbewaffneter Kindersoldaten am Ufer der Loire gen Süden in Bewegung zu setzen. In einer Vielzahl von Chroniken wird berichtet, wie sich Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren auf die Pfade der gepanzerten Kreuzritter begeben. Allerdings liegen die Hintergründe dieser tödlichen Expedition bis heute im Dunkeln. Die Kinderkreuzzüge gelten noch immer als Rätsel in der Geschichtsschreibung. Die Dokumentation zeigt den grausamen Alltag der Kinder, die barfuß und nur leicht bekleidet in den schneebedeckten Alpen erfroren, verhungerten oder Fieber und Seuchen erlagen. Andere gingen an Bord zwielichtiger Schiffe, die schon den ersten Stürmen nicht standhielten. Wer die Schiffspassage überstand, landete in den Bordellen oder auf den Sklavenmärkten Nordafrikas.
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