Malerische Buchten, fangfrischer Fisch direkt am Hafen in einer der vielen Ortschaften, in denen Geschichte bis heute lebendig ist. Hunderte von Inseln gibt es in tiefblauem Wasser. Kroatien: Das ist die Adria schlechthin. Dalmatien, der Süden, ist ein schmaler, von steilen Bergen und dem Mittelmeer begrenzter Küstenstreifen, der sich über 400 Kilometer zwischen Zadar, Split und dem UNESCOWeltkulturerbe Dubrovnik erstreckt. An den schroffen Berghängen entstehen die stärksten Fallwinde Europas, die Bora - gefürchtet bei Einheimischen und zahllosen Seglern. Nur wenige Kilometer hinter der tiefblauen Adria erheben sich Berge, fast 2.000 Meter hoch. Karstlandschaften von bizarrer Schönheit "verschlucken" das Wasser. Im Frühjahr steht der Karst in voller Blüte. Schwerfällige Rosenkäfer fliegen von Blume zu Blume. Rote Mohnfelder wechseln sich mit Feldern von Christrosen in Lila ab. Die Adriatische Mauereidechse und die Leopardnatter, Europas schönste Schlange, gehen hier auf die Jagd. Höhlen durchziehen das poröse Karstgestein. Sie sind die Heimat des skurrilen Grottenolms. Auf dieses Tier fällt nie das Sonnenlicht. Wo Quellen und Bäche nicht im Karst versickern, bilden sich mancherorts Wasserfälle. Sie sind so überwältigend und schön, dass sie zum UNESCO-Weltnaturerbe bestimmt wurden. Die Plitvicer Seen sind das "Juwel des Karstes": Die 16 türkisfarbenen Seen, zwischen denen 130 Höhenmeter liegen, sind durch die Wasserfälle miteinander verbunden. Auf von Kalk überzogenen Moosen leben seltene Salamander, dazwischen gleiten wie in einem Aquarium Fische dahin. Die üppigen Wälder Kroatiens sind die Heimat von Braunbären, Luchsen und Rotwild und bilden den Übergang zu den Ebenen des Ostens, den Flussniederungen an Save, Drau und Donau. Diese einmaligen Auenlandschaften ertrinken Jahr für Jahr im Wasser. See- und Kaiseradler, Löffler, Purpur- und Graureiher sind dort zu Hause. Und in urigen Dörfern mit 200-jährigen Holzhäusern wohnen mehr Störche als Menschen. Die Naturfilmer zeichnen ein stimmungsvolles wie einfühlsames Porträt Kroatiens. Auch wenn es eines der kleinsten Länder Europas ist, ist es geprägt von großen landschaftlichen Gegensätzen und besonderen Menschen und Tieren.
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Der Nationalpark Plitvice ist das Juwel des Kroatischen Karstes 16 Seen und zahlreiche Wasserfälle - der im Wasser gelöste Kalk schafft ein unvergleichliches Naturschauspiel.
Das Leben in den kroatischen Dörfern ist sehr einfach. Doch die Menschen wissen inzwischen um den Wert ihrer 200-jährigen Holzhausdörfer. Nach und nach werden sie repariert und für einen sanften Tourismus hergerichtet.
Steil fällt das Dinarische Gebirge zur Adria ab. Viele Bereiche sind so unzugänglich, dass neben den romantischen Badebuchten viel Raum für die Natur bleibt.
Elegant gleitet der Gänsegeier über die Adria. Fast ohne Flügelschläge legt er binnen kurzer Zeit riesige Strecken zurück - immer auf der Suche nach Fressbarem. Geier ernähren sich ausschließlich von Aas.
NDR Fernsehen EXPEDITIONEN INS TIERREICH, "Kroatien - Naturparadies zwischen Donau und Adria", am Mittwoch (15.06.11) um 20:15 Uhr. Viele Wälder Kroatiens sind noch intakt. Bis zu tausend Braunbären gibt es in dem kleinen Balkanstaat. In Deutschland hat es keiner geschafft, zu überleben.
Hunderte von kleinen Inseln und das azurblaue Wasser der Adria machen Kroatien zu einem beliebten Urlaubsziel. Jede Insel ist anders und bietet dem Besucher ein individuelles Stück Küste.