Prag im Dezember 1967: Weihnachten steht vor der Tür. Es ist die hoffnungsvolle Zeit eines kommunistischen Tauwetters, das Anfang 1968 durch Alexander Dubzek zum demokratischen "Prager Frühling" führte. In einer gutbürgerlichen Villa leben zwei Familien - die Sebeks und die Krauses. Vater Sebek, ein einfacher, gutmütiger Mann, von Beruf Offizier, ist ein Befürworter des (noch) herrschenden politischen Regimes und Verfechter häuslicher Ordnung. Sohn Michal bringt ihn mit seinem "Gammler"-Haarschnitt auf die Palme und zu - wirkungslosen - Schimpfkanonaden. Dass der Junge hoffnungslos in Jindriska verliebt ist entgeht dem Vater völlig und so stellen ihn die jeweils zum Scheitern verurteilten "Selbstmordversuche" des Liebeskranken - einer brachte den Gartenpavillon ausgerechnet Weihnachten zum Einsturz - vor ein Rätsel. Vater Kraus, ein ehemaliger Widerstandskämpfer mit bitteren Kriegs- und Hafterfahrungen, ist ein entschiedener Gegner des Regimes. Er hofft auf das politische Tauwetter, denn er hasst die Bolschewiken, die ihn einsperrten und folterten, inbrünstig. Von den schrecklichsten Erinnerungen gepeinigt, tyrannisiert er seine leidende, sanfte Frau, obwohl er sie von Herzen liebt. Die halbwüchsige aufsässige Tochter Jindriska ist eine einzige Enttäuschung für ihn, der immer einen Sohn haben wollte. Beide Familien erleben "ihre Lebensgeschichte(n)" in ihren eigenen kleinen "kuscheligen Nestern" - erleben eine, wenn auch streitbare private Idylle, die im August 1968 durch die Invasion der vereinten Armeen des Warschauer Paktes gewaltsam zerstört wird.
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