"Lebenslang" ist ein Film über Gewaltverbrechen, die durch neue Methoden der DNA-Analytik erst Jahre später aufgeklärt werden konnten. Lange und sehr persönliche Gespräche geben Auskunft über das Leben, das die Täter und ihre Familien in der Zeit zwischen Tat und Verhaftung geführt haben. Unter den Folgen eines Tötungsdelikts leiden die mittelbar Betroffenen, die Angehörigen des Opfers, meist ein Leben lang. Wirklichen Trost kann es nicht geben. In vielen Fällen erlischt allmählich der Kontakt zu Freunden, Bekannten und Nachbarn, selbst der familiäre Zusammenhalt zerbricht. Der Film interessiert sich weniger für die kriminalistischen Aspekte der Verbrechen. Vielmehr geben die Verurteilten, Exfrauen, Staatsanwälte und Kripobeamten in sehr persönlichen Gesprächen Auskunft über das Leben, das die Täter in der Zeit zwischen Tat und Verhaftung geführt haben. Wie sind die Familien mit der Verhaftung fertig geworden und damit, dass sie später in der Verhandlung und aus dem Lokalblatt erfahren mussten, dass der geliebte und liebende Vater ein Sexmörder ist, ein "Monster", eine "Bestie"? Kann man von einem Außenstehenden überhaupt Verständnis dafür erwarten, dass sich Angehörige in einem solchen Fall nicht umgehend vom Täter lossagen, sondern in einem langen, quälenden Prozess zwischen Zuneigung und Abwehr hin- und hergerissen sind?...
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