Der Maler Max Beckmann ist einer der wichtigsten Vertreter der klassischen Moderne, bekannt vor allem durch seine ernsten Selbstporträts. Doch es gibt auch einen ganz anderen Beckmann. Einen Künstler, der das Reisen liebte. Der gerne am Strand war, mondäne Hotels liebte und gutem Essen frönte. Zusammen mit seiner zweiten Frau Mathilde, genannt Quappi, dokumentierte er die gemeinsamen Reisen nach Holland, Italien und Frankreich. Postkarten, Pässe und nicht zuletzt der große Reisekoffer sind bis heute erhalten. Unterwegs entstanden nicht nur zahlreiche Fotos, sondern auch Filmaufnahmen, in denen sich das Paar gegenseitig in Alltagssituationen filmte. Und da sieht man einen Beckmann, dem es offensichtlich Spaß bereitet, sich selbst im Badekostüm zu inszenieren und vor der Kamera Faxen zu machen. Die Dokumentation zeigt erstmals diese vom Künstler selbst gemachten Aufnahmen, die heute in der Münchener Pinakothek der Moderne aufbewahrt werden, und geht der Frage nach, wie sich das Reisen auf das Werk Beckmanns auswirkte. Zu sehen sind viele der atmosphärischen Bilder, die er seinem geliebten Meer und der Kulinarik widmete. Doch viele Werke spiegeln auch die Entbehrungen des Exils während des Zweiten Weltkriegs. Seine letzten Lebensjahre verbringt der Künstler in Missouri und New York. Dort begeistert er sich für die unbekannten, weiten Landschaften der USA. In seinen Bildern verknüpft Max Beckmann die Motive des Unterwegsseins immer wieder mit der Lebenssituation, in der er sich befindet. So entsteht ein Wechselspiel aus Naturbildern, inneren und imaginären Reisen.
* Transparenzhinweis: Für gekennzeichnete Links erhalten wir Provisionen im Rahmen eines Affiliate-Partnerprogramms. Das bedeutet keine Mehrkosten für Käufer, unterstützt uns aber bei der Finanzierung dieser Website.
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Preise ggf. plus Porto & Versandkosten.
Bestimmte Inhalte, die auf dieser Website angezeigt werden, stammen von Amazon. Diese Inhalte werden "wie besehen" bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.
Mayen Beckmann, die Enkelin des Künstlers: Persönlich hat sie ihren Großvater nie kennengelernt, aber als Kunsthistorikerin kennt sie sein Leben wie keine andere.
Die „Riviera-Landschaft mit Felsen“ (1942) ist ein Motiv, das Beckmann im Exil malte. Viele Reisebilder in Amsterdam zeigen Erinnerungen an seine freie und genussreiche Reisezeit in den 20er Jahren.