Die Schrammelmusik entstand im Wien des 19. Jahrhunderts und verbindet Elemente der Volksmusik mit kunstvoller Kompositionstechnik. Es ist eine Musik, die Österreich weltweit repräsentiert. "Brahms war immer bei den Schrammeln zu hören, Johann Strauss sowieso und diese klassischen Komponisten haben sich mit den Volksmusikanten nicht verbündet, aber sie haben sich gegenseitig befruchtet", so Peter Havlicek, der es sich gemeinsam mit den Neuen Wiener Concert Schrammeln zur Aufgabe gemacht hat, das Erbe der Gebrüder Schrammel nicht nur zu bewahren, sondern zeitgemäß zu interpretieren. Im Oktober 2025 wurde das Ensemble 30 Jahre alt. Das Filmporträt zum Jubiläum erzählt von fünf außergewöhnlichen Musikern, die ihr Leben der Schrammelmusik widme(te)n: Peter Uhler ist hauptberuflich Geiger im ORF Radio-Symphonieorchester Wien und bewirtschaftet zudem einen Weinberg hoch über der Stadt. Kontragitarrist Peter Havlicek spielt in unzähligen Wienerlied- und Schrammel-Formationen und macht gemeinsam mit Dudlerin Margit Ulm und Geigerin Theresa Aigner besinnlich-musikalische Spaziergänge auf Wiener Friedhöfen, bei denen er auch Einblicke in die Geschichte der Wiener Musik und ihrer Persönlichkeiten gibt. Im Alltag und Leben von Helmut Stippich – und seiner Frau, der Sängerin und Musikerin Maria Stippich – dreht sich alles um die Liebe zur Musik, die in seiner Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird. Nikolai Tunkowitsch spielt nicht nur Violine, er fertigt die Instrumente auch an – wie bereits sein Vater, der Geigenbaumeister Peter Tunkowitsch. Das neueste Mitglied der Neuen Wiener Concert Schrammeln ist der aus einer Musikerfamilie stammende Geiger Johannes Fleischmann, über den André Heller – seines Zeichens ein langjähriger Freund und künstlerischer Wegbegleiter des Ensembles – meinte, er sei ein "Paganini des Wienerischen". Was verbindet die unterschiedlichen Musiker? Wie sieht ihr Alltag aus, und was fasziniert sie jeweils an der Schrammelmusik? Diesen Fragen geht Regisseurin Astrid Bscher nach und zeichnet ein sehr persönliches Bild der fünf Künstler, die im Film auch ihres langjährigen, im März 2025 verstorbenen Bühnenkollegen Walther Soyka gedenken.
(ORF)
Daten
Länge: ca. 30 min.
| Internationale TV-Premiere | Mo, 30.11.2025 (ORF 2) |
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Cast & Crew
- Regie: Astrid Bscher









