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Nackt und zerfleischt

(Cannibal Holocaust) I, 1980

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Filminfos

1979 verschwindet eine US-amerikanische Filmcrew im Amazonas-Regenwald. Das Team um den Dokumentarfilm-Regisseur Alan Yates, Drehbuchautorin Faye Daniels und die beiden Kameramänner Jack Anders und Mark Tomaso wollte dort unter dem Titel The Green Inferno eine Dokumentation über angebliche Kannibalen-Stämme in den Tiefen des Urwalds drehen. Der angesehene Anthropologe Harold Monroe von der New York University reist an den Amazonas, um mit einem Team aus Söldnern nach dem Verbleib des Filmteams zu forschen. Bereits vor seiner Ankunft hat ein Söldnerteam einen Yacumo gefangen genommen, der sie zu seinen Stammesbrüdern führen soll. Monroe und sein Team verlassen sich auf einen zynischen Führer und betrachten den gefangen genommenen Yacumo mit Argwohn. Während sie mehrere Tage durch den Dschungel reisen, finden sie schließlich den Stamm.
Sie stoßen zunächst auf einen der Eingeborenen, der eine Stammesangehörige auf grausame Art in einem merkwürdigen Ritual tötet. Zunächst vergewaltigt er die Frau mit einem Holzpenis und führt anschließend eine mit Spitzen gespickte Schlammkugel in ihre Genitalien ein. Anschließend erschlägt er sie mit dem Holzpenis. Die Gruppe verfolgt den Eingeborenen zum Dorf, wo sie den gefangen genommenen Yacumo freigeben. Der Stamm begegnet den Eindringlingen mit sichtbarer Feindseligkeit, ist aber zu verängstigt, um etwas zu unternehmen. Sie verständigen sich miteinander und erfahren, dass das Filmteam viel Leid unter den Dorfbewohnern verursacht habe.
Das Team geht tiefer in den Dschungel und befreit einige Yanomami, die gerade mit den Shamatari in Konflikt stehen. Die Eingeborenen zeigen sich dankbar, sind jedoch weiter misstrauisch und reserviert. Um ihr Vertrauen zu gewinnen, badet Monroe nackt im Fluss, um so zu zeigen, dass auch sie Menschen seien. Der Plan geht auf und einige Frauen nähern sich ihm, baden nackt mit ihm und berühren ihn. Anschließend führen sie ihn zu einer Art Schrein, wo die Überreste des Filmteams aufgebahrt sind. Daneben befindet sich eine Filmrolle.
Um an diese zu kommen, bedient sich Munroe nun eines Tricks. Er spielt den Eingeborenen ihre Gesänge auf einem Kassettenrekorder vor und tauscht diese gegen die Filmrollen. Zurück in New York gibt es eine Besprechung mit Pan American Broadcasting System, die Interesse an dem bislang ungesichteten Filmmaterial haben. Sie wollen das Material senden und Munroe soll die anthropologischen Hintergründe dazu erläutern. Zur Einstimmung sehen sie den Film The Last Road to Hell (engl. für „Die letzte Straße zur Hölle“), einen alten Dokumentarfilm von Yates über ein Massaker von Soldaten an Dorfbewohnern.
Munroe ist skeptisch, weil er das Material noch nicht gesehen hat, er beginnt im Anschluss mit der Sichtung. Das Filmmaterial erhält den Titel The Green Inferno (engl. für „Die grüne Hölle“). Die ersten Szenen zeigen das Team, wie es sich durch den Dschungel schlägt, relativ entspannt und zu Scherzen aufgelegt. Auch eine Sexszene zwischen Alan und Faye findet ihren Weg auf die Filmrolle. Nach einigen Tagen wird ihr örtlicher Führer Felipe von einer giftigen Schlange gebissen.
Zunächst versuchen sie das Gift herauszuschneiden. Am Ende amputieren sie sein Bein mit einer Machete und brennen die Wunde aus. Doch Felipe verstirbt. Ohne Führer gehen sie weiter. Beim Weitergehen treffen sie schließlich auf einen Yacumo. Um ihm zu folgen, schießen sie ihm ins Bein.
Im Dorf angekommen schüchtern sie die Bewohner ein und erschießen vor ihren Augen ein kleines Schwein. Anschließend stecken sie das Dorf an und tun so, als handele es sich um das Massaker eines anderen Stammes an den „friedlichen“ Yacumo. Bei den Dialogen zwischen den Crewmitgliedern wird dann auch deutlich, dass das Team bei Last Road to Hell ähnlich vorgegangen war. Eine weitere Filmrolle zeigt eine Eingeborene, die gerade ein Kind bekommt, die Nabelschnur durchbeißt und danach das schreiende Kind im Schlamm erstickt. Die Eingeborene wird dann von mehreren anderen gesteinigt. Munroe ist entsetzt und gibt dies auch an den Fernsehsender weiter, der jedoch weiter auf der Ausstrahlung des Materials beharrt.
Die letzten beiden Filmrollen werden deshalb mit den Filmproduzenten gemeinsam angesehen. Die erste Rolle zeigt, wie Jack, Alan und Mark eine Eingeborene der Yanomami nacheinander vergewaltigen, während Faye versucht zu protestieren, jedoch eher um die Sorge, dass Filmrollen verschwendet werden. Im Hintergrund ist ein Yanomami-Krieger zu sehen, der die Szene beobachtet. Anschließend ist zu sehen, wie das Vergewaltigungsopfer gepfählt von der Filmcrew aufgefunden wird. Die Regieanweisung lautet, so zu tun, als habe man sie gerade erst entdeckt. Als Sprecher sagt Yates, sie wäre für den Verlust ihrer Jungfräulichkeit getötet worden.
Kurz darauf wird die Filmcrew von den Yanomami angegriffen. Jack wird von einem Speer getroffen. Alan schießt auf ihn, um selbst zu entkommen. Jack wird gefangen genommen und mit einer großen Machete kastriert. Anschließend töten die Eingeborenen ihn und zerstückeln seine Leiche. Auf der Flucht verläuft sich die Gruppe.
Alan hat nur noch eine Leuchtpistole, mit der er die Eingeborenen auf Distanz hält. Faye wird schließlich von einer Gruppe der Eingeborenen gefangen genommen und mehrfach vergewaltigt. Alan will sie befreien, doch Mark besteht darauf, das Ganze zu filmen. Am Ende wird Faye erschlagen und geköpft. Die letzten Bilder zeigen, wie die Yanomami Mark und Alan entdecken, diese auf der Flucht hinfallen und ebenfalls getötet werden. Nach der letzten Szene ordnen die Fernsehproduzenten an, dass das Material vernichtet wird.
Mit den Worten: „I wonder who the real cannibals are?“, („Ich frage mich, wer die echten Kannibalen sind.“) verlässt der Professor das Gebäude, um dann im Großstadtdschungel unterzutauchen. In einer Texttafel nach dem Abspann wird erklärt, dass ein Techniker des Fernsehsenders das Tape illegal aus dem Studio herausgeschmuggelt habe.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Nackt und zerfleischt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)
Daten
Länge: ca. 96 min.
Original-KinostartDo, 07.02.1980 (I)
Deutscher KinostartFr, 16.01.1981
FSK ungeprüft; nach §131 StGB beschlagnahmt
Originalsprache:Englisch
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im Fernsehen

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