"Schloss Schönbrunn" zeigt beeindruckende Bilder einer der schönsten herrschaftlichen Residenzen Europas so, wie es selbst die Habsburger Kaiser nie gesehen haben. Denn erst aus der Vogelperspektive, die moderne Drohnenkameras ermöglichen, offenbart sich die ganze Pracht und Größe dieses spätbarocken Juwels in Wien. Das gewaltige Ensemble mit Schloss, Park, Tiergarten und zahlreichen Nebengebäuden diente vom 18. Jahrhundert an den Herrschern aus dem Hause Habsburg als Wohnung, aber auch als repräsentativer Herrschaftssitz. Zwei Frauen stehen für die wechselhafte Geschichte des Schlosses: Kaiserin Maria Theresia und Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi. Kaiserin Maria Theresia baute das Schloss aus, als Sommerresidenz war es gedacht. Wohnlich sollte es sein, zugleich aber repräsentativ. Und vor allem sollte es der Idee des Absolutismus sichtbar Ausdruck verleihen. Alles an diesem Schloss ist auf die Verherrlichung eines absolutistischen Herrschers ausgerichtet, der nur Gott untertan ist, sich selbst aber sein Land, sein Volk, ja Fauna und Flora untertan macht. Daher die Ornamentik der Beete, die Alleen aus in Form geschnittenen Bäumen, das Bildprogramm von Gloriette und Neptunbrunnen. Hieß es für Maria Theresia am Ende eines Sommers Abschied nehmen, so wollte Franz-Joseph mit seiner Sisi dort das ganze Jahr zubringen - allerdings wie auf einem Präsentierteller, denn der Park war schon lange den Wienern zugänglich. Sisi floh von Schönbrunn. Franz-Joseph blieb und starb dort vereinsamt. Glück hat der Prunk den beiden nicht gebracht.
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