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Sewol - Die gelbe Zeit

D, 2017
Sewol - Die gelbe Zeit
Bild: BR Fernsehen
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Filminfos

Deutsche Erstausstrahlung: 23.05.2017 (BR Fernsehen)
Als am 16. April 2014 die südkoreanische Fähre Sewol mit 476 Passagieren an Bord sinkt, tragen neben individuellen Fehlern Profitgier und behördliches Versagen maßgeblich zum Ausmaß der Katastrophe bei. 304 Menschen - die meisten von ihnen Schulkinder auf einer Klassenfahrt - ertrinken oder gelten seitdem als vermisst. Die Eltern der Opfer begehren auf, worauf die Regierung restriktiv reagiert. Doch die Eltern fordern auch weiterhin eine lückenlose Aufklärung der Hintergründe und kämpfen für das Andenken ihrer Kinder. Im März 2017 wurde die Fähre nun endlich geborgen. Für die Hinterbliebenen ist der Tod ihrer Angehörigen umso schwerer zu ertragen, je deutlicher wird, wie dieser hätte verhindert werden können. Deshalb demonstrieren sie seit dem Unglück für unabhängige und transparente Untersuchungen. Die Regierung lehnt ihre Bemühungen ab: Demonstrationen und Kundgebungen werden unterbunden oder gewaltsam aufgelöst, die südkoreanische Presse wird massiv unter Druck gesetzt. Doch die Eltern lassen sich nicht mundtot machen. Die BR-Koproduktion begleitet den Einsatz der Hinterbliebenen für eine Aufklärung der Hintergründe und einen Wandel in der südkoreanischen Gesellschaft, in der hierarchische Traditionen und die Wahrung des Gesichts dieser Aufklärung entgegenstehen. Regisseur Minsu Park will nach eigenen Worten den Opfern eine Stimme geben und ihren Kampf für Wahrheit und einen neuen Anfang dokumentieren: "Als Koreaner kenne ich die sozialen Umstände in meinem Heimatland, die zu der Katastrophe führen konnten, und ich habe Einblick in die Traditionen, die eine große Menge der Bevölkerung immer noch aufrecht erhält. Hierarchische Strukturen und die Wahrung des Gesichts sind ein integraler Bestandteil der Gesellschaft meines Heimatlandes. Oft stehen diese Dinge einer transparenten und offenen Suche nach Fehlern im Weg. Daher ist viel der Berichterstattung über dieses Thema stark von Interessen beeinflusst, geschmacklos oder faktisch falsch."
(BR Fernsehen)
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  • Letzter Brief.
    Letzter Brief.
    Bild: © BR/Dreamlead Pictures/Nominal Film
  • Im April 2014 sinkt die südkoreanische Fähre Sewol. 304 Personen, die meisten von ihnen Schulkinder, ertrinken. Profitgier und behördliches Versagen haben zum Ausmaß der Katastrophe beigetragen. Die Regierung reagiert restriktiv gegen die aufbegehrenden Eltern der Opfer. Doch diese fordern eine lückenlose Aufklärung der Hintergründe und kämpfen für das Angedenken ihrer Kinder. Byungsu Lee (Mitte) auf einer Demonstration in Seoul 2015.
    Im April 2014 sinkt die südkoreanische Fähre Sewol. 304 Personen, die meisten von ihnen Schulkinder, ertrinken. Profitgier und behördliches Versagen haben zum Ausmaß der Katastrophe beigetragen. Die Regierung reagiert restriktiv gegen die aufbegehrenden Eltern der Opfer. Doch diese fordern eine lückenlose Aufklärung der Hintergründe und kämpfen für das Angedenken ihrer Kinder. Byungsu Lee (Mitte) auf einer Demonstration in Seoul 2015.
    Bild: © BR/Minsu Park/Dreamlead Pictures
  • Yooshin Kim (links), die Mutter von Yejin Jeong, und Minja Lee, die Mutter von Doeun Kim, im Hafen von Jindo.
    Yooshin Kim (links), die Mutter von Yejin Jeong, und Minja Lee, die Mutter von Doeun Kim, im Hafen von Jindo.
    Bild: © HR/BR/Minsu Park/Dreamlead Pictures

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