Der Dokumentarfilm ʺStell dich tot!ʺ fängt die stillen und persönlichen Kämpfe mit Diabetes ein und zeigt, dass es möglich ist, trotz der Allgegenwart des Todes weiterzuleben. Deutlich wird auch die damit verbundene permanente physische und psychische Belastung, die der Filmemacher Matthew Lancit aus eigener Erfahrung kennt und mit Millionen Menschen weltweit teilt. In Anlehnung an die obsessive Ästhetik David Cronenbergs und den Alltagsrealismus Chantal Akermans zeigt der Dokumentarfilm ein beklemmendes häusliches Umfeld, in dem Routinehandlungen zur Quelle bedrohlicher Gefühle werden. Vor diesem Hintergrund wirken das ständige Verhandeln zwischen Gesundheit und Krankheit und die spürbare Verletzlichkeit des Menschen fast schon alltäglich. Im Grenzland der Genres und visuellen Stile wird der Dokumentarfilm auch zu einer Metapher der Angst, die das Leben mit einer chronischen Krankheit prägt. Lebenswille, Brüche und unmittelbare Nähe des Todes zeichnen das berührende, zuweilen sarkastische Bild einer verborgenen Realität. Die einfühlsamen Schilderungen des Erzählers Matthew Lancit, persönliche Bekenntnisse und die beeindruckende Darstellung von Leid und Resilienz regen zum Nachdenken und zum Austausch über eine Krankheit an, die rund zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung betrifft. Über die Erfahrung eines einzelnen Menschen hinaus setzt sich der Film mit der kollektiven Existenz in einer unsicheren Welt, mit Herausforderungen, Fragilität und Liebe auseinander.
* Transparenzhinweis: Für gekennzeichnete Links erhalten wir Provisionen im Rahmen eines Affiliate-Partnerprogramms. Das bedeutet keine Mehrkosten für Käufer, unterstützt uns aber bei der Finanzierung dieser Website.
Alle Preisangaben ohne Gewähr, Preise ggf. plus Porto & Versandkosten.
Bestimmte Inhalte, die auf dieser Website angezeigt werden, stammen von Amazon. Diese Inhalte werden "wie besehen" bereitgestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.