"Westerwelle" erzählt die Geschichte eines polarisierenden FDP-Politikers, der als erster offen schwuler Vizekanzler Deutschlands gleichermaßen Machtwille, Verletzlichkeit und persönlichen Wandel verkörperte. Nach seiner Krebsdiagnose blickt Guido Westerwelle in exklusiven Tonbandaufnahmen auf sein Leben zurück, ergänzt durch Freunde und Wegbegleiter wie Michael Mronz, Wolfgang Kubicki, Daniel Bahr u. a. sowie umfangreiches Archiv- und bislang unveröffentlichtes Material. "Jahrzehntelang war ich ein Starker und plötzlich bin ich ein ganz Schwacher." Mit diesen Worten beschrieb Guido Westerwelle 2015 die Folgen seiner Leukämieerkrankung. Westerwelle war da gerade mal 54. Dreißig Jahre lang hatte der FDP-Politiker zuvor als Oppositionsführer, Vizekanzler und Außenminister den Wandel Deutschlands von der Bonner Republik zur Berliner Republik maßgeblich mitgestaltet. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte eines streitbaren, brillanten Redners, dessen Art bei politischen Freunden wie Gegnern gleichermaßen polarisierte. Westerwelle führte die Liberalen 2009 zu ihrem größten Erfolg, konnte aber später den Niedergang seiner Partei nicht aufhalten. Guido Westerwelle gelangte in eines der höchsten Regierungsämter Deutschlands als erster offen homosexueller Politiker, ohne je seine Homosexualität inszeniert zu haben. Am Ende seines Lebens berührte er die Menschen auch mit seiner Liebesgeschichte. Am 18. März 2016 verstarb er mit nur 54 Jahren an den Folgen seiner schweren Krankheit. Der Dokumentarfilm stellt die großen Fragen hinter der öffentlichen Figur: Wer war Guido Westerwelle wirklich? Wofür stritt er? Was ist sein Vermächtnis für Deutschland? Zu Wort kommen u. a. sein Ehemann Michael Mronz sowie Wegbegleiter wie Silvana Koch-Mehrin, Renate Künast, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Christian Lindner und Klaus Wowereit. Vor allem spricht Guido Westerwelle selbst: Viele Stunden erzählte er nach seiner Krebsdiagnose dem Autoren Dominik Wichmann aus seinem Leben. Die Aufnahmen sind in "Westerwelle" erstmals öffentlich zu hören. Der Film ermöglicht dank einzigartiger Zugänge und zum Teil bislang unveröffentlichtem Archivmaterial einen neuen, persönlichen Blick auf den Instinktpolitiker Westerwelle - und damit auch ein tieferes Verständnis für den Weg Deutschlands. Eine Produktion von Open Minds Media GmbH.
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Marie-Agnes Strack-Zimmermann war keine politische Begleiterin Guido Westerwelles. Doch sie sagt, sie habe dennoch dem damaligen FDP-Chef ihre Karriere zu verdanken. Im Jahr 2009 führte Guido Westerwelle die FDP zu ihrem größten Erfolg in der bundesdeutschen Geschichte, in dieser Zeit wurde Strack-Zimmermann Bürgermeisterin von Düsseldorf.
Silvana Koch-Mehrin beim Interview für die Dokumentation "Westerwelle“ in Köln, sie war eine langjährige Parteifreundin und Wegbegleiterin. Silvana Koch-Mehrin und Guido Westerwelle standen sich politisch nahe, darüber hinaus verband sie auch ein persönliches Vertrauensverhältnis. Westerwelle unterstützte sie als Mentor, Koch-Mehrin verdankt ihm ihre politische Karriere im Europäischen Parlament.
Christian Lindner wurde 2009 von Guido Westerwelle zum Generalsekretär der FDP auf Bundesebene ernannt und übte dieses Amt bis 2011 aus. Lindner wurde von Westerwelle als junges FDP-Talent gefördert und arbeitete eng mit ihm in der Parteispitze zusammen. Ihr Verhältnis war vor allem kollegial und politisch geprägt, persönliche Freundschaft spielte dabei keine zentrale Rolle.