Mira hat ihr Leben im Griff - zumindest sieht es von außen so aus. In einer anonymen Wohnsiedlung erledigt die 60-Jährige routiniert den Haushalt, füttert die Fische, kocht, wäscht und geht zur Arbeit ins Krankenhaus, wo sie als Hebamme zuverlässig für andere da ist. Zu Hause jedoch sitzt ihr Mann vor dem Fernseher, der erwachsene Sohn wirkt abwesend, Gespräche versanden. Mira trägt vieles allein. Auch das, was niemand sehen soll: Schulden, die sich über Jahre angesammelt haben, weil sie geholfen, geliehen, ausgeglichen und geschwiegen hat. An einem scheinbar gewöhnlichen Morgen steckt Mira nach den vertrauten Handgriffen ein Küchenmesser ein und geht zur Bank. Mit dem Überfall, der innerhalb von Minuten scheitert, bricht sie aus ihrem geordneten Leben aus. Die Polizei ist alarmiert, Mira flieht und wird kurz darauf verhört. Sie wirkt wie betäubt, kann ihre Tat kaum erklären, gesteht und kehrt zunächst nach Hause zurück. Dort ist sie konfrontiert mit dem Gerede der Nachbarn und der Hilflosigkeit ihrer Familie. Mira rutscht zwischen Schuld, Scham und Erschöpfung in eine Krise, die sie schließlich in die Psychiatrie führt. Dort muss sie sich mit Fragen auseinandersetzen, die sie bisher ignoriert hat: Wofür hat sie ihr Geld geopfert? Warum hat niemand ihre Not bemerkt? Während Job und familiäre Sicherheiten bröckeln, beginnt Mira, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und Grenzen zu ziehen. Anna Jadowska erzählt dieses leise Drama in hellen, fast ausgeblichenen Bildern und mit großer Nähe zur Hauptfigur; Dorota Pomykała trägt den Film mit einer zurückgenommenen, eindringlichen Präsenz.
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Nach dem missglückten Banküberfall wird Mirka (Dorota Pomykała, re.) von der Polizei verhört. Sie wirkt wie betäubt, kann ihre Tat kaum erklären und gesteht – der Beginn einer Abwärtsspirale aus Schuld, Scham und Erschöpfung.
Angehäufte Schulden und das unaufgeregte Leben in einer anonymen Vorstadtsiedlung bringen Mirka (Dorota Pomykała) eines Tages dazu, mit einem Küchenmesser eine Bank zu überfallen.
Mirka (Dorota Pomykała) führt ein routiniertes Leben: Sie kümmert sich um den Haushalt und arbeitet als Hebamme im Krankenhaus. Ihr Mann (Bogdan Koca) und ihr erwachsener Sohn begegnen ihr jedoch zunehmend mit Schweigen und Desinteresse.