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Netflix: Eine Milliarde Zuschauer?

von Bernd Krannich in News national
(21.01.2026, 12.57 Uhr)
Neue Quartalszahlen, Werbeeinnahme-Rekord und Mega-Deal mit Sony
Netflix
Netflix: Eine Milliarde Zuschauer?/Netflix

Während sich Netflix in einer mittelschweren Übernahmeschlacht um Warner Bros. befindet, hat der Streamingdienst seine neuesten Quartalszahlen vorgestellt. Demnach hatte der weltweit größte Streaming-Dienst zum Jahresende mehr als 325 Millionen Abonnenten. Dabei geht das Unternehmen davon aus, dass hinter den meisten Accounts mehrere (legale) Nutzer stehen, so dass die eigene Verbreitung bei um eine Milliarde Menschen liege.

Im letzten Quartal des Jahres 2025 hat Netflix 12,051 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Nach Unternehmensangaben konnte man die Einnahmen aus Werbung im gesamten Jahr auf 1,5 Milliarden US-Dollar steigern, was 250 Prozent der Einnahmen des Jahres 2024 entspreche.

Warner Bros.' Übernahmeversuch

Netflix hat für Warner Bros., ein Unternehmensteil von Warner Bros. Discovery, ein Übernahmeangebot in Höhe von 82,7 Milliarden US-Dollar gemacht (TV Wunschliste berichtete), das von Paramount Skydance mit einem "Gegenangebot" von 108 Milliarden US-Dollar für das komplette Warner Bros. Discovery gekontert wurde. Während das Angebot von Netflix das Wohlwollen des WBD-Vorstands hat, versucht Paramount Skydance nun unter anderem, mit seinem Angebot direkt die Aktionäre zu überzeugen ("feindliche Übernahme"). Daneben versucht das Unternehmen von David Ellison, die Wettbewerbs- und Monopolhüter überall auf der Welt zu einem Veto gegen das Angebot von Netflix aufzuwiegeln.

Als Reaktion auf das Konterangebot von Paramount Skydance hat Netflix sein Kaufangebot nun etwas aufgebessert: Sollte der Aufkauf der WBD-Aktien zunächst nur zu etwa 80 Prozent in "Bargeld" und zu 20 Prozent durch Aktientausch erfolgen, bietet Netflix nun die komplette Summe in bar - wie auch Paramount Skydance.

Daneben hat Netflix in der neuesten Mitteilung bekräftigt, dass man Filme von Warner Bros. nach einem Aufkauf des Unternehmens weiterhin im Kino antreten lassen würde - während Netflix das bei seinen Film-Eigenproduktionen nur in Ausnahmefällen tut. Für die gesamte Filmindustrie - Kreative wie auch Kinobetreiber - ist die Angst, dass Warner-Filme aus den Kinos verschwinden könnten, eine größere Befürchtung. Die Kreativen fürchten um das kulturelle Erlebnis des "Kinos auf der großen Leinwand", während die Kinobetreiber weitere (existenzbedrohende) Einkommenseinbußen fürchten, sollten die Filme von Warner nur noch im Streaming laufen.

In der jüngsten Mitteilung unterstrich Ted Sarandos (Ko-CEO von Netflix) frühere Aussagen, dass nach einem Warner-Aufkauf die dortigen Filme für 45 Tage exklusiv im Kino laufen würden.

Daneben gab er an, dass dieser Paradigmenwechsel einerseits dazu passe, dass Netflix seine Strategien immer wieder überdenkt, wenn sich Rahmenbedingungen ändern - so, wie man auch die Haltung zu Werbung, Sport und Live-Übertragungen im Laufe der Zeit angepasst habe. Daneben käme mit Warner Bros. eben auch dessen existierender Filmvertrieb, während Netflix zuvor nicht die Ressourcen in den Aufbau solch eines weltweit agierenden Vertriebsnetzes investieren wollte.

Sony-Pictures-Mega-Deal

Ende vergangener Woche war bereits bekannt geworden, dass Netflix mit Sony Pictures für dessen Filme einen weltweit gültigen Lizenzdeal geschlossen hat: Durch den mehrjährigen Vertrag werden alle Kinofilme von Sony Pictures nach der Auswertung im Kino und im Home-Entertainment-Bereich für das sogenannte Pay-1-Fenster exklusiv zu Netflix kommen. Aktuell gilt in Deutschland bereits eine entsprechende Lizenzregelung.

Sobald die entsprechenden Rechte nach und nach in den einzelnen Regionen frei werden, greift der Lizenzvertrag - laut Vertragspartnern wird er so schließlich ab 2029 weltweit gelten. Es ist der erste derartige Vertrag zwischen einem Streamingdienst und einem (unternehmensfremden) sogenannten Major Studio mit weltweiter Gültigkeit - die aktuell verbleibenden fünf Majors sind Universal, Paramount, Warner Bros., Walt Disney und eben Sony; früher gehörten etwa auch Fox, MGM und Lionsgate in diese Riege. Die genaue Vertragsdauer und finanzielle Details wurden nicht bestätigt.

Das sogenannte Pay-1-Fenster wurde vor Beginn des Streamingzeitalters umgangssprachlich auch Pay-TV-Fenster genannt und sichert dem Lizenznehmer in der Regel für sechs Monate exklusive Ausstrahlungsrechte zu, bevor ein Film etwa bei anderen Diensten "zweitverwertet" werden kann oder im Free-TV landet.



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